Glossar

Strategie zum Schutz eines Portfolios oder von geplanten Investitionen gegen nachteilige Preisänderungen. Auch Hedging genannt.
Als Absolute Return bezeichnet man das Bestreben eines Fondsmanagers, jedes Jahr ein positives Ziel zu erwirtschaften. Die jährliche Erreichung eines Anlagezieles in Form einer Benchmark bzw. Indexes steht nicht im Vordergrund.
Speziell ausgebildeter Mathematiker, der mit mathematischen Methoden insbesondere im Versicherungs-, aber auch Kapitalanlagebereich arbeitet.
Von einer Versorgungseinrichtung aufgrund einer gesetzlichen Vorschrift bestellter Aktuar, der u. a. jährlich die dauerhafte Finanzierbarkeit der Verpflichtungen zu überprüfen hat. Zur Sicherstellung dieser Kontrollfunktion gelten nach dem Gesetz besondere Anforderungen, Rechte und Pflichten.
Nicht traditionelle Anlagen, die oft eine geringere Liquidität besitzen und das Ziel einer absoluten positiven Renditeentwicklung verfolgen, z. B. Hedgefonds, Rohstoff- und Währungsfonds, Private Equity.
Das Alterseinkünftegesetz, das zum 1. Januar 2005 in Kraft trat, regelt die Versteuerung der Renten und die steuerliche Absetzbarkeit von Beiträgen an die Rentenversicherungsträger neu. In einer Übergangsphase von mehreren Jahrzehnten werden mit In-Kraft-Treten des Gesetzes Zahlungen von Beiträgen Schritt für Schritt steuermindernd gestellt, während die späteren Rentenleistungen in Abhängigkeit vom Geburtsjahr bei Renteneinweisung zunehmend vollständig zu versteuern sind.
Die Vollendung eines bestimmten Lebensjahres ist Voraussetzung für einen Anspruch auf Altersruhegeld. Handelt es sich um reguläres Altersruhegeld, d. h. weder um vorgezogenes noch um aufgeschobenes Altersruhegeld, spricht man auch vom Erreichen der Regelaltersgrenze. Neben der Regelaltersgrenze gibt es weitere Altersgrenzen. So ist beispielsweise ab Vollendung eines bestimmten Lebensjahres die Inanspruchnahme von vorgezogenem Altersruhegeld mit Abschlägen möglich. Ebenso gewähren einige Satzungen berufsständischer Versorgungswerke die Möglichkeit, den Beginn der Ruhegeldzahlung bis zum Erreichen einer bestimmten Altersgrenze aufzuschieben. Ähnlich wie in der gesetzlichen Rentenversicherung wurde die Regelaltersgrenze zuletzt in nahezu allen Versorgungsanstalten angehoben. Art und Umfang der Anhebung sowie die Berücksichtigung von Übergangsregelungen sind der jeweiligen Satzung zu entnehmen.
Ruhegeldempfänger, der Versorgungsleistungen wegen Alters bezieht.
= Ruhegeld; Rente; Altersrente. Regelaltersruhegeld: Das Altersruhegeld wird mit Vollendung der Regelaltersgrenze (=Renteneintrittsalter) monatlich und lebenslang gezahlt; gleiches gilt für das vorgezogene Altersruhegeld mit Abschlägen.
siehe: Vorgezogenes Altersruhegeld
Als Anfangsbestand werden bei den bayerischen berufsständischen Versorgungswerken die Personen bezeichnet, die zum Zeitpunkt der Gründung des Versorgungswerks oder zum Zeitpunkt der späteren Einbeziehung ihres Berufsstandes in ein bestehendes Versorgungswerk bereits Mitglied ihrer Berufskammer waren. Für den Anfangsbestand enthalten die Satzungen Sonderbestimmungen.
Die Anlageverordnung ist eine bundesrechtliche Verordnung auf Basis des Versicherungsaufsichtsgesetztes, die die Anlage des gebundenen Vermögens bei Versicherungsunternehmen und Versorgungswerken regelt. Enthalten sind insbesondere Regelungen zu Anlageformen sowie zur größenmäßigen Verteilung dieser Anlagen (Mischung und Streuung).
Anstaltslast bezeichnet die auf Gesetz und/oder Satzung beruhende Verantwortung eines öffentlichen Trägers für seine rechtlich selbständigen öffentlichen Organisationsformen. Das öffentlich-rechtliche Rechtsinstitut stellt die Verpflichtung des Trägers dar, seine Anstalt mit den zur Aufgabenerfüllung nötigen finanziellen Mitteln auszustatten und so für die Dauer ihres Bestehens funktionsfähig zu erhalten. Die Anstaltslast bildet zusammen mit der sogenannten Gewährträgerhaftung das nach öffentlichem Verwaltungsorganisationsrecht typische Haftungssystem für öffentliche Unternehmen in der Rechtsform der Anstalt des öffentlichen Rechts. Beide Rechtsinstitute finden Anwendung im Bereich der bundes- oder landesunmittelbaren bzw. kommunalen Anstalten des öffentlichen Rechts. Im Bankensektor (bundesunmittelbare Kreditinstitute, Landesbanken) wurde die Anstaltslast aufgrund drohender Wettbewerbsverzerrung umgestaltet. Die Gewährträgerhaftung wurde in diesem Bereich abgeschafft. Im Bereich der berufsständischen Versorgung finden die Rechtsinstitute Anstaltslast und Gewährträgerhaftung keine Anwendung. Berufsständische Versorgungswerke sind Träger eigener Rechte und eigener Pflichten, eigenen Eigentums und eigener Verbindlichkeiten. Das Vermögen der Versorgungsanstalten ist Vermögen der Anstalten, also - wirtschaftlich betrachtet - Vermögen der Mitglieder. Der Staat hat kein Zugriffsrecht auf etwaige Überschüsse, haftet aber umgekehrt auch nicht für etwaige Verluste.
Mitglieder erwerben bereits mit der ersten Beitragszahlung eine Anwartschaft auf Versorgungsleistungen beim Versorgungswerk. Sobald die weiteren Voraussetzungen des Leistungsfalles erfüllt sind (Altersgrenze für den Bezug von Altersruhegeld; Berufsunfähigkeit), erhalten die Mitglieder die satzungsmäßigen Leistungen des Versorgungswerks. Eine Wartezeit muss im Gegensatz zur gesetzlichen Rentenversicherung nicht erfüllt werden.
Sofern Mitglieder vor dem Leistungsfall (Altersrenten; Berufsunfähigkeitsrente) aus dem berufsständischen Versorgungswerk ausscheiden, bleibt die bis dahin erworbene Anwartschaft erhalten und ermöglicht weiterhin den Leistungsbezug, sobald die Voraussetzungen vorliegen. Dieser Anspruch aus aufrechterhaltener Anwartschaft ist nicht kapitalisierbar. In einigen Fällen können geleistete Beiträge ggf. auf ein neu zuständiges Versorgungswerk mitgenommen werden.
siehe: Überleitung
Im Gegensatz zum reinen Umlageverfahren werden im Anwartschaftsdeckungsverfahren die Leistungen durch angespartes Kapital abgedeckt: Der Barwert aller vorhandenen Leistungsverpflichtungen wird durch Vermögen abgedeckt. Das erforderliche Kapital für die späteren Rentenleistungen wird bereits während der Anwartschaftszeit durch Beiträge und Zinsen angesammelt. So wird für die Ansprüche aller Mitglieder eine Rückstellung gebildet, aus der die Leistungen schließlich erbracht werden.
Das Versorgungswerk informiert seine Mitglieder zu Beginn eines Jahres über den aktuell erreichten Stand ihrer Anwartschaft auf Altersruhegeld und die Höhe der Dynamisierungen.
In einem Anwartschaftsverband werden diejenigen Anwartschaften zusammengefasst, die durch Einzahlungen in einem gewissen Zeitraum erworben wurden. Die Anwartschaftsverbände werden mit unterschiedlich hohem Rechnungszins behandelt.
Die ABV ist der Dachverband der berufsständischen Versorgungswerke. Sie vertritt auf politischer Ebene deren Interessen und fördert den Informationsaustausch und die Abstimmung der Versorgungswerke untereinander. Ihr gehören derzeit 89 auf Landesrecht beruhende öffentlich-rechtliche Pflichtversorgungseinrichtungen („Versorgungswerke“) an.
Kapitalanlage: einzelne Kapitalanlage-Art, Anlageklasse.
Vermögensverwalter, die ein Anlagenportfolio nach Risiko- und Ertragsgesichtspunkten steuern.
Aufteilung des Vermögens auf einzelne Asset-Klassen (d. h. Vermögensanlagearten wie z. B. verzinsliche Wertpapiere, Aktien, aktienähnliche Produkte, Derivate, Währungen, Rohstoffe etc.). Die Asset Allokation hat zum Ziel, die Rendite eines Portfolios zu optimieren und die Risiken zu minimieren.
siehe: Taktische und strategische Asset-Allokation
Simultane Steuerung und Analyse der Aktiv- und Passivseite.
Die Versorgungswerke der Bayerischen Versorgungskammer unterstehen der Rechts- und Versicherungsaufsicht. Die Geschäftstätigkeit des jeweiligen Versorgungswerks wird durch die Aufsichtsbehörde überwacht. Änderungen der Satzung werden von ihr geprüft und genehmigt. Dabei trägt die Rechtsaufsicht dafür Sorge, dass die rechtlichen Grenzen des Handelns nicht überschritten werden, während die Versicherungsaufsicht im Wesentlichen kontrolliert, ob die eingegangenen Versorgungszusagen dauerhaft sichergestellt sind. Einer Kontrolle, wie sie ihre gesetzlichen Aufgaben konkret erfüllen (sogenannte Fachaufsicht), unterliegen die Versorgungswerke dagegen nicht. Hier können sie im Rahmen der Selbstverwaltung frei gestalten und entscheiden.
(= Bärenmarkt) Eine Phase sinkender Kurse an der Börse.
siehe: Hausse
Der Barwert gibt Auskunft darüber, welches Kapital benötigt wird, um eine bestimmte, später fällig werdende Leistungsverpflichtung erfüllen zu können. Der Barwert ist abhängig vom Alter des Mitglieds und der Höhe der Rente bzw. der Höhe der versprochenen Leistungen, sowie vom zugrundegelegten Zins, dem sogenannten Rechnungszins.
Ein Basispunkt entspricht 0,01 %.
Die Bayerische Apothekerversorgung ist eine selbständige Anstalt des öffentlichen Rechts, deren Geschäfte von der Bayerischen Versorgungskammer geführt werden. Die Rechtsbeziehungen beruhen auf dem Gesetz über das öffentliche Versorgungswesen (VersoG) sowie den geschlossenen Staatsverträgen und der Satzung des Versorgungswerks. Die Satzung wird vom Landesausschuss beschlossen. Der Landesausschuss setzt sich aus Berufsvertretern zusammen, die von den Landesapothekerkammern Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg, von der Apothekerkammer des Saarlandes und von der Bayerischen Landesapothekerkammer vorgeschlagen und vom Staatsministerium des Innern berufen werden. Die vorzeitige Inanspruchnahme von Altersruhegeld (vorgezogenes Altersruhegeld) mit Abschlägen ist möglich. Die Höhe der Abschläge ist versicherungsmathematisch berechnet und hängt davon ab, wie viele Monate vor Vollendung der Regelaltersgrenze das vorgezogene Altersruhegeld in Anspruch genommen wird. Die Abschläge bleiben dauerhaft erhalten. Der Bezug von Altersruhegeld/vorgezogenem Altersruhegeld setzt nicht voraus, dass die Berufsausübung eingestellt wird.
Die Bayerische Architektenversorgung ist eine selbständige Anstalt des öffentlichen Rechts, deren Geschäfte von der Bayerischen Versorgungskammer geführt werden. Satzungsgebendes Gremium ist der Landesausschuss, der sich aus Berufsvertretern zusammensetzt, die von den Architektenkammern Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und der Bayerischen Architektenkammer vorgeschlagen und vom Bayerischen Staatsministerium des Innern berufen werden. Die vorzeitige Inanspruchnahme von Altersruhegeld (vorgezogenes Altersruhegeld) mit Abschlägen ist möglich. Die Höhe der Abschläge ist versicherungsmathematisch berechnet und hängt davon ab, wie viele Monate vor Vollendung der Regelaltersgrenze das vorgezogene Altersruhegeld in Anspruch genommen wird. Die Abschläge bleiben dauerhaft erhalten. Der Bezug von Altersruhegeld/vorgezogenem Altersruhegeld setzt nicht voraus, dass die Berufsausübung eingestellt wird.
Die Bayerische Ärzteversorgung ist die berufsständische Pflichtversorgungseinrichtung für die Ärzte, Zahnärzte und Tierärzte, die in Bayern beruflich tätig sind. Darüber hinaus ist die Bayerische Ärzteversorgung auch für die Ärzte in den ehemaligen Regierungsbezirken Pfalz und Rheinhessen des Landes Rheinland- Pfalz, für die Zahnärzte im ehemaligen Regierungsbezirk Pfalz des Landes Rheinland-Pfalz und für die Tierärzte in Rheinland- Pfalz und im Saarland zuständig. Gesetzliche Aufgabe der Bayerischen Ärzteversorgung ist es, ihren Mitgliedern und deren Hinterbliebenen Versorgungsleistungen in Form von Alters-, Berufsunfähigkeits- und Hinterbliebenenversorgung zu gewähren. Die Bayerische Ärzteversorgung ist eine rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts mit Selbstverwaltung. Ihr Sitz ist in München. Organe der Bayerischen Ärzteversorgung sind der aus Mitgliedern bestehende Landesausschuss als Normsetzungs- und Kontrollorgan und die Bayerische Versorgungskammer als Geschäftsführungs- und Vertretungsorgan in der Organisationsform einer staatlichen Oberbehörde. Rechtsgrundlagen der Bayerischen Ärzteversorgung sind das bayerische Gesetz über das öffentliche Versorgungswesen, die Satzung der Bayerischen Ärzteversorgung sowie die Staatsverträge zwischen dem Freistaat Bayern und den Ländern Rheinland- Pfalz und Saarland. Die vorzeitige Inanspruchnahme von Altersruhegeld (vorgezogenes Altersruhegeld) mit Abschlägen ist möglich. Die Höhe der Abschläge ist versicherungsmathematisch berechnet und hängt davon ab, wie viele Monate vor Vollendung der Regelaltersgrenze das vorgezogene Altersruhegeld in Anspruch genommen wird. Die Abschläge bleiben dauerhaft erhalten. Der Bezug von Altersruhegeld/vorgezogenem Altersruhegeld setzt nicht voraus, dass die Berufsausübung eingestellt wird.
Die Bayerische Ingenieurversorgung-Bau mit Psychotherapeutenversorgung ist eine selbständige Anstalt des öffentlichen Rechts, deren Geschäfte von der Bayerischen Versorgungskammer geführt werden. Die Rechtsbeziehungen beruhen auf dem Gesetz über das öffentliche Versorgungswesen (VersoG) sowie den geschlossenen Staatsverträgen und der Satzung des Versorgungswerks. Die Satzung wird vom Verwaltungsrat beschlossen. Der Verwaltungsrat setzt sich aus Berufsvertretern zusammen, die von den beteiligten Berufskammern vorgeschlagen und vom Bayerischen Staatsministerium des Innern berufen werden. Der Zuständigkeitsbereich des Versorgungswerks erstreckt sich auf die Mitglieder der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau, die Mitglieder der Bayerischen Landeskammer der Psychologischen Psychotherapeuten und der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten sowie aufgrund von Staatsverträgen auf die Mitglieder der Ingenieurkammern der Bundesländer Berlin, Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen und Thüringen und auf die Mitglieder der Psychotherapeutenkammer des Saarlandes. Die vorzeitige Inanspruchnahme von Altersruhegeld (vorgezogenes Altersruhegeld) mit Abschlägen ist möglich. Die Höhe der Abschläge ist versicherungsmathematisch berechnet und hängt davon ab, wie viele Monate vor Vollendung der Regelaltersgrenze das vorgezogene Altersruhegeld in Anspruch genommen wird. Die Abschläge bleiben dauerhaft erhalten. Der Bezug von Altersruhegeld/vorgezogenem Altersruhegeld setzt nicht voraus, dass die Berufsausübung eingestellt wird.
Die Bayerische Rechtsanwalts- und Steuerberaterversorgung ist eine selbständige Anstalt des öffentlichen Rechts, deren Geschäfte von der Bayerischen Versorgungskammer geführt werden. Die Rechtsbeziehungen beruhen auf dem Gesetz über das öffentliche Versorgungswesen (VersoG) sowie den geschlossenen Staatsverträgen und der Satzung des Versorgungswerks. Satzungsgebendes Gremium ist der Verwaltungsrat, der sich aus Berufsvertretern zusammensetzt, die von den Rechtsanwalts- und Steuerberaterkammern in Bayern und der Patentanwaltskammer vorgeschlagen und vom Bayerischen Staatsministerium des Innern berufen werden. Die vorzeitige Inanspruchnahme von Altersruhegeld (vorgezogenes Altersruhegeld) mit Abschlägen ist möglich. Die Höhe der Abschläge ist versicherungsmathematisch berechnet und hängt davon ab, wie viele Monate vor Vollendung der Regelaltersgrenze das vorgezogene Altersruhegeld in Anspruch genommen wird. Die Abschläge bleiben dauerhaft erhalten. Der Bezug von Altersruhegeld/vorgezogenem Altersruhegeld setzt nicht voraus, dass die Berufsausübung eingestellt wird.
Die Bayerische Versorgungskammer ist eine dem Bayerischen Staatsministerium des Innern nachgeordnete Oberbehörde des Freistaates Bayern. Sie führt als gemeinsames Geschäftsführungsorgan die Geschäfte der bei ihr verwalteten, selbständigen Versorgungswerke. Im Kalenderjahr 1995 spaltete sich die frühere Bayerische Versicherungskammer in einen behördlichen Teil, die Bayerische Versicherungskammer – Versorgung, in Kurzform Bayerische Versorgungskammer, und in die Versicherungskammer Bayern (VKB) auf.
Der Bayerische Versorgungsverband wurde 1916 zur Sicherung der gemeindlichen Haushalte vor übermäßigen Versorgungslasten gegründet. Er ist eine nach dem Solidarprinzip ausgerichtete Umlagegemeinschaft, die nach Maßgabe ihrer Satzung die von ihren Mitgliedern (Dienstherren/Arbeitgebern) zu erbringenden Versorgungsleistungen sowie sonstige gesetzlich vorgeschriebenen Leistungen (z. B. Unfallfürsorge, Leistungen des Versorgungsausgleichs, Nachversicherungsbeiträge) erbringt. Folglich bestehen direkte Rechtsbeziehungen nur zwischen dem Bayerischen Versorgungsverband und seinen Mitgliedern, nicht aber zu deren Beamten/Arbeitnehmern mit beamtenmäßigen Versorgungsrechten. Mitglieder des Versorgungsverbands sind Gemeinden unter 100.000 Einwohner, Landkreise, Verwaltungsgemeinschaften, Zweckverbände und Schulverbände, wenn diese versorgungsberechtige Beamtinnen und Beamte haben. Ein Verwaltungsrat fungiert als Beschluss- und Kontrollorgan. Die Mitglieder werden von den beim Bayerischen Versorgungsverband versorgten Spitzenverbänden vorgeschlagen.
Angestellt tätige Mitglieder der bayerischen berufsständischen Versorgungswerke (außer BIngPPV) können sich zugunsten des Versorgungswerks von der gesetzlichen Rentenversicherung befreien lassen, wenn sie einer berufsspezifischen Beschäftigung nachgehen, die in der gesetzlichen Rentenversicherung eine Pflichtversicherung nach sich zieht. Hierdurch wird eine doppelte Beitragspflicht, zum einen an die gesetzliche Rentenversicherung und zum anderen an das berufsständische Versorgungswerk verhindert.
siehe: Deutsche Rentenversicherung
Jedes Mitglied, ob Pflichtmitglied oder freiwilliges Mitglied im Versorgungswerk, ist zur Beitragszahlung verpflichtet. Die Satzung sieht eine Beitragsfreistellung nur in eng umgrenzten, abschließend aufgezählten Fällen vor (z. B. bei Zeiträumen, in denen Leistungen nach dem Elterngeld- und Elternzeitgesetz bezogen werden und keine Einkünfte aus Berufstätigkeit erzielt werden).
Sozialversicherungsbeiträge – darunter auch der Beitrag zur Rentenversicherung – werden grundsätzlich nach dem individuellen Arbeitsentgelt bemessen. Es gibt jedoch bestimmte Grenzbeträge, die jährlich neu festgelegt werden und als Beitragsbemessungsgrenzen bezeichnet werden. Übersteigt das individuelle Arbeitsentgelt diese Beitragsbemessungsgrenze, wird der Beitrag maximal aus dem der Beitragsbemessungsgrenze entsprechenden Arbeitsentgelt berechnet. Es gibt unterschiedliche Beitragsbemessungsgrenzen für die Renten- und Arbeitslosenversicherung einerseits und für die Kranken- und Pflegeversicherung andererseits. Während letztere im gesamten Bundesgebiet einheitlich gelten, wird im Bereich der Renten- und Arbeitslosenversicherung noch zwischen der Beitragsbemessungsgrenze West (neue Bundesländer) und der Beitragsbemessungsgrenze Ost (alte Bundesländer) unterschieden. Bei den Beiträgen zur berufsständischen Versorgung handelt es sich nicht um Sozialversicherungsbeiträge im Sinne der Sozialgesetzbücher (SGB).
Beitragsbemessungsgrundlage ist das individuell erzielte Arbeitsentgelt bzw. bei Selbständigen die Einkünfte aus selbständiger Arbeit in der Höhe, in der sie der Besteuerung zugrunde gelegt worden sind.
siehe: Beitragsbemessungsgrenze
Hierbei handelt es sich um einen Begriff aus dem Bereich der Kapitalanlage. Eine Benchmark ist ein neutraler Bezugspunkt zur Beurteilung des Anlageerfolgs eines Spezialfonds oder Vermögensverwalters. Die Benchmark definiert ein Vergleichs- bzw. Referenzportfolio, anhand dessen die Performance des tatsächlichen Portfolios analysiert und bewertet werden kann.
Die berufsständische Versorgung ist ein öffentlich-rechtliches Alterssicherungssystem eigener Art. In Form von gemeinnützigen Pflichtversorgungsanstalten für die Angehörigen der sogenannten „freien verkammerten Berufe“ sichert die berufsständische Versorgung bestimmte Berufsgruppen gegen die Risiken des Alters und bei Invalidität ab. Auch der Hinterbliebenenschutz gehört zum Leistungsspektrum der berufsständischen Versorgung. Im System der Alterssicherung in Deutschland gehört die berufsständische Versorgung neben der gesetzlichen Rentenversicherung und der Beamtenversorgung zur Regelsicherung der ersten Säule. Zur zweiten Säule gehört die betriebliche Altersversorgung und schließlich zur dritten Säule die ergänzende Alterssicherung, z. B. in Form einer privaten Lebensversicherung oder einer individuellen Höherversicherung in den Versorgungswerken.
Die berufsständischen Versorgungswerke gewähren bei dauerhafter oder vorübergehender Berufsunfähigkeit Versorgungsleistungen in Form eines monatlichen Ruhegeldes, sofern das Mitglied aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Lage ist, im Spektrum des versicherten Berufsbildes zu arbeiten.
Die Biometrie bzw. die biometrischen Werte sind verschiedene Wahrscheinlichkeitswerte, mit denen (aufgeteilt nach Alter) die Verrentungssätze und die Rückstellungen in der Bilanz berechnet werden (biometrische Rechnungsgrundlagen). Die verschiedenen Wahrscheinlichkeitswerte sind im Einzelnen: • Sterbewahrscheinlichkeiten für Aktive, Rentner und Witwen/r • Invalidisierungswahrscheinlichkeiten • Wahrscheinlichkeit, im Todesfall verheiratet zu sein • Alter des hinterbliebenen Ehepartners, eingetragene/n Lebenspartner/in im Todesfall. Anschaulicher: Lebenserwartung.
Hierbei handelt es sich um Wahrscheinlichkeitswerte, mit deren Hilfe man die Entwicklung von Beständen über viele Jahre vorausberechnen kann. Typische Vertreter biometrischer Rechnungsgrundlagen sind: • Die Sterbewahrscheinlichkeit, konkret ist dies z. B. die Wahrscheinlichkeit dafür, dass ein 40-jähriger Mann das Alter 41 nicht erreicht. • Die Invalidisierungswahrscheinlichkeit, konkret ist dies z. B. die Wahrscheinlichkeit dafür, dass ein 40-jähriger aktiver Mann innerhalb eines Jahres invalide wird.
Bruttoeinnahmen im Verhältnis zum Nettokaufpreis.
Die Bruttoverzinsung ist der Quotient aus den ordentlichen Erträgen (Couponzahlungen, Fondsausschüttungen, Mieteinnahmen etc.) und dem durchschnittlichen Jahresbestand der Kapitalanlagen auf Buchwertbasis. Die Aufwendungen sowie außerordentlichen Erträge werden bei dieser Kennzahl nicht berücksichtigt. Daher ist die Bruttoverzinsung kein guter Indikator für die tatsächliche Ertragskraft der Kapitalanlagen, gibt jedoch einen Hinweis auf das Kapitalertragspotential.
Cap
„Cap“ bezeichnet den vereinbarten Referenz-Zinssatz eines „Zinscaps“. Ein Zinscap ist eine Option, welche dem Käufer der Option am Ende jeder Periode, in der der Geldmarktzinssatz über dem vereinbarten Referenz-Zinssatz liegt, eine Auszahlung liefert. Die Höhe dieser Auszahlung errechnet sich aus dem (ebenfalls vertraglich vereinbarten) Nominalwert multipliziert mit der Differenz zwischen dem Geldmarktzinssatz und dem Cap. So kann durch Zinscaps eine Zinsobergrenze in Höhe des Caps garantiert werden.
Risikoprämie, die als Renditedifferenz zwischen „sicheren“ Staatsanleihen und Unternehmensanleihen bzw. Anleihen von Emerging Markets ausgewiesen wird.
Ein Dachfonds (engl.: Fund of Funds) ist ein Wertpapierfonds, bei dem nicht in einzelne Wertpapiere, sondern in mindestens fünf verschiedene Wertpapierfonds angelegt wird. Daraus ergibt sich für den Anleger der Vorteil einer größeren Risikostreuung.
Berufsständische Versorgungswerke sind als öffentlich-rechtliche Anstalten dem Datenschutz verpflichtet. Sie erheben, verarbeiten und nutzen zur Erfüllung ihrer gesetzlichen Aufgaben eine Vielzahl von Daten. Dabei sind vor allem personenbezogene Daten in besonderem Maße vor dem Zugriff Unbefugter zu schützen. Den genauen rechtlichen Rahmen gibt das jeweilige Landesdatenschutzgesetz (in Bayern: BayDSG) vor. Zur Gewährleistung eines umfassenden Datenschutzes sind diverse technische und organisatorische Maßnahmen zu treffen und zu beachten (z. B. Zugangskontrolle, Eingabekontrolle, Übermittlungskontrolle u. a.). Über die korrekte Umsetzung der datenschutzrechtlichen Vorgaben wacht in der Bayerischen Versorgungskammer der vom Vorstand bestellte Datenschutzbeauftragte. Er wird unterstützt durch sogenannte Datenschutzverbindungsstellen in den einzelnen Fachbereichen.
In der berufsständischen Versorgung häufig verwendetes Finanzierungsverfahren. Es werden Rentenpunkte vergeben, deren Wert so festgelegt wird, dass die Bilanz ausgeglichen ist (Deckungsplanverfahren). Man spricht von „offen“, wenn in der Berechnung auch zukünftige Beiträge und die hieraus erworbenen Ansprüche berücksichtigt werden. Das Verfahren ist eine Mischform aus Anwartschaftsdeckungsverfahren und Umlageverfahren.
Die Deckungsrückstellung ist eine versicherungstechnische Rückstellung. Sie gibt die Menge des Geldes an, die für die Erfüllung der bereits erworbenen Anwartschaften und der bereits laufenden Rentenzahlungen notwendig ist.
Bei Investmentfonds jene Bank, welche die Fondsbuchhaltung durchführt, Wertpapiere verwahrt sowie die Fondsanteile ausgibt.
Derivate sind Finanzinstrumente, deren Preis oder Wert von einem Basiswert (z. B. von einem Aktienkurs, einem variablen Zinssatz oder einem Rohstoffpreis) abhängt. Insbesondere kann ein Derivat so konstruiert sein, dass sein Wert steigt, wenn der Basiswert sinkt. Deshalb können Derivate als Absicherung gegen Kursschwankungen oder zu Spekulationszwecken (z. B. um Gewinne auch bei fallenden Kursen zu erzeugen) eingesetzt werden. Wichtige Beispiele sind Futures, Optionen und Swaps.
Emissionsrendite öffentlich-rechtlicher Daueremittenten, die von der Deutschen Girozentrale (= DGZ) täglich berechnet und veröffentlicht wird.
Die Deutsche Rentenversicherung bildet seit dem Jahr 2005 das gemeinsame Dach aller Rentenversicherungsträger, die für die gesetzliche Rentenversicherung zuständig sind. Die Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund), mit Sitz in Berlin, ist unter diesem gemeinsamen Dach der größte Träger der Rentenversicherung. In ihr ging die frühere Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA) auf. Daher ist für die Frage der gesetzlichen Rentenversicherung die DRV Bund Ansprechpartner der berufsständisch Versicherten. Daneben gibt es noch zahlreiche weitere (regionale) Rentenversicherungsträger, die im Wesentlichen aus den früheren Landesversicherungsanstalten (LVA) hervorgegangen sind. Mit Aufnahme eines abhängigen Beschäftigungsverhältnisses entsteht die Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung. Von dieser Versicherungspflicht können sich die Mitglieder berufsständischer Versorgungswerke für ihre berufsspezifische Beschäftigung zugunsten des Versorgungswerks befreien lassen.
siehe: Befreiung von der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht
Der Deutsche Immobilien-Index (DIX) veranschaulicht die Performance-Entwicklung des deutschen Immobilienmarktes. Er liefert der Anlagebranche und Immobilienwirtschaft eine Beurteilungsgrundlage für Investitionsentscheidungen
An die Aktionäre ausgeschütteter Gewinn einer Aktiengesellschaft, wird pro Aktie gezahlt.
Analyse- und Prüfverfahren zur Untersuchung der wirtschaftlichen, technischen, steuerlichen und rechtlichen Fragestellungen einer Objekt-Akquisition.
Unter Duration versteht man die mittlere Kapitalbindungsdauer von Anleihen. Die Duration ist ein Maß für das Zinsänderungsrisiko. Sie gibt die Zeitspanne in Jahren an. Je kürzer die Duration, desto weniger reagiert die Anleihe auf Zinsänderungen. Modified Duration zeigt die zu erwartende prozentuale Kursänderung einer Anleihe auf eine Veränderung des Marktzinses um 1 %. Sie stellt somit eine Art von Elastizität des Anleihekurses vom Marktzinssatz dar.
Die DVVersoG, die vom Bayerischen Staatsministerium des Innern erlassen wird, enthält zahlreiche Detailregelungen, die die gesetzlichen Vorgaben konkretisieren. Die DVVersoG hat daher praktisch eine ebenso große Bedeutung wie das VersoG, da hierin die Art und Weise geregelt wird, wie die rechtlichen Vorgaben umzusetzen sind.
Eine Dynamisierung ist eine weder auf Beitragszahlung noch auf Satzungsänderung (z. B. Strukturanpassungen) beruhende Erhöhung der bislang erworbenen Anwartschaften und/oder des Ruhegeldes (Alters-, Berufsunfähigkeits-, Hinterbliebenenrente). Über eine Anhebung entscheidet der Landesausschuss in Abhängigkeit von der wirtschaftlichen Lage und des als Dynamisierungspotenzial zur Verfügung stehenden Überschusses. Die Dynamisierung erfolgt im Regelfall einmal jährlich mit Wirkung zum 1. Januar des Folgejahres in Höhe eines Prozentsatzes vom Versorgungsanrecht.
Einlagensicherung ist die Bezeichnung für die Maßnahmen zum Schutz der Einlagen (Bankguthaben) von Kunden bei Kreditinstituten im Falle der Insolvenz. Einlagensicherungsfonds sind freiwillige Sicherungssysteme der privaten Banken mit einer sehr hohen Sicherungsgrenze, die bei 30 % des maßgeblichen haftenden Eigenkapitals der jeweiligen Bank je Gläubiger liegt. Im Gegensatz dazu sichern die Sicherungsfonds der Sparkassen und Genossenschaftsbanken die jeweiligen Institute, so dass bei Genossenschaftsbanken und Sparkassen nicht nur die Einlagen, sondern auch Schuldverschreibungen und Zertifikate voll abgesichert sind (Institutssicherung).
Die Satzungen der Versorgungswerke sehen Einzahlungshöchstgrenzen vor, um die Steuerbefreiung der berufsständischen Versorgungseinrichtungen von der Körperschaftssteuer- und Gewerbesteuerpflicht zu gewährleisten. Die Einzahlungshöchstgrenze liegt beim 2,5fachen Betrag des jährlichen Höchstbeitrags zur gesetzlichen Rentenversicherung. Aus der Differenz der Einzahlungshöchstgrenze eines Jahres und den für dasselbe Kalenderjahr zu entrichtenden Pflichtbeiträgen ermittelt sich der Betrag, der maximal für freiwillige Mehrzahlungen zur Verfügung steht. => Siehe: Freiwillige Mehrzahlungen
siehe: Steuerbefreiung für berufsständische Versorgungseinrichtungen
(= Emerging-Market-Debt-Anleihen) sind Anleihen, die von Schwellenländern (Niedrig-/Mitteleinkommensländer) in lokaler Währung oder in fremder Währung (z. B. in USD) zur Finanzierung des Landes begeben werden.
Entgeltpunkte sind ein Bestandteil der Rentenformel der gesetzlichen Rentenversicherung. Je höher die Zahl der Entgeltpunkte ist, die ein Versicherter während seines Erwerbslebens erwirbt, desto höher fällt seine gesetzliche Rente aus. Grundsätzlich werden Entgeltpunkte erworben, indem Beiträge entrichtet werden. Je höher die Beitragszahlungen eines Versicherten sind, desto mehr Entgeltpunkte werden gutgeschrieben. Im Bereich der berufsständischen Versorgung kann – abhängig vom Finanzierungsverfahren - ebenfalls mit Entgeltpunkten gearbeitet werden. Dabei sind unterschiedliche Bezeichnungen denkbar, wie z. B. Rentenpunkte, Punktwert, etc. Ist das Versorgungswerk im reinen Anwartschaftsdeckungsverfahren finanziert, wird nicht mit Entgeltpunkten gerechnet.
Bei der Entgeltumwandlung vereinbaren Arbeitgeber und Beschäftigte/Beschäftigter, dass ein Teil der künftigen Bruttobezüge der/des Beschäftigten durch den Arbeitgeber als Beitrag in die betriebliche Altersvorsorge eingezahlt wird. Die Förderung durch den Staat besteht darin, dass die Beiträge aus dem Bruttoentgelt steuerfrei und auch ohne die Belastung mit Sozialabgaben bis zu bestimmten Obergrenzen abgeführt werden können.
Die Finanzierung der berufsständischen Versorgung basiert nicht auf einem reinen Umlageverfahren, sondern auf einem kapitalbildenden Finanzierungsverfahren. Kennzeichnend für kapitalbildende Finanzierungsverfahren ist, dass der einzelne Rentner seine Rente nicht aus fremden Beitragszahlungen herleitet, sondern im Wesentlichen aus dem Kapital, das er selbst im Laufe seines Erwerbslebens infolge der eigenen Beitragszahlungen angesammelt hat und das durch gewinnbringende Anlage am Kapitalmarkt vermehrt wird. Bei kapitalbildenden Versicherungssystemen setzt sich die spätere Rentenauszahlung damit in der Regel aus zwei Komponenten zusammen: einem Sparanteil und einem Ertragsanteil. Der Sparanteil kommt direkt durch die geleisteten Beitragszahlungen zustande, während der Ertragsanteil aus der Kapitalanlage, d. h. der Verzinsung, resultiert
Weltweit führende Terminbörse, hervorgegangen aus der Fusion von DTB (Deutsche Terminbörse) und Schweizer Terminbörse (SOFFEX).
(= European Interbank Offered Rate). Es handelt sich dabei um den Zinssatz, den europäische Banken voneinander beim Handel von Einlagen mit einer festgelegten Laufzeit von einer Woche sowie zwischen einem und zwölf Monaten verlangen. Er ist bei variabel verzinslichen Euro-Anleihen der wichtigste Referenzzinssatz.
siehe: Interne Teilung
Dieser Index repräsentiert die Blue-Chip-Werte von Marktführern der Eurozone und deckt ungefähr 60 % der Marktkapitalisierung (free float) des Dow Jones Euro Stoxx Total Market Index (TMI).
Im Falle einer Scheidung findet üblicherweise ein Ausgleich der in der Ehezeit erworbenen Versorgungsanrechte statt. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten, den Ausgleich zu vollziehen. Von externer Teilung ist die Rede, wenn Versorgungsanrechte nicht innerhalb des jeweiligen Versorgungssystems geteilt werden, sondern der Ausgleich über einen anderen Versorgungsträger durchgeführt wird als denjenigen, bei dem das Anrecht der ausgleichspflichtigen Person besteht. Bei dem anderen Versorgungsträger (sogenannte Zielversorgungsträger) wird in Höhe eines konkret zu berechnenden Ausgleichswerts ein Anrecht für den ausgleichsberechtigten Partner begründet. Beispiel: Die Ehefrau F hat aus einer früheren Anwaltstätigkeit eine kleinere Anwartschaft beim Versorgungswerk. Der ausgleichsberechtigte Ehemann M hat selbst ausschließlich Anwartschaften bei der gesetzlichen Rentenversicherung. M kommt mit dem Versorgungswerk überein, dass der Versorgungsausgleich durch externe Teilung zur gesetzlichen Rentenversicherung durchgeführt werden soll. Das Versorgungswerk ist einverstanden. Die externe Teilung ist von Gesetzes wegen der Ausnahmefall. Sie kommt grundsätzlich nur in zwei Fällen in Betracht: Erstens, wenn die ausgleichsberechtigte Person und der Versorgungsträger der ausgleichspflichtigen Person eine externe Teilung vereinbaren (§ 14 Abs. 2 Nr. 1 VersAusglG). Zweitens, wenn der Wert des auszugleichenden Anrechts bestimmte Höchstgrenzen nicht übersteigt und der Versorgungsträger des ausgleichspflichtigen Ehepartners eine externe Teilung verlangt (§ 14 Abs. 2 Nr. 2 VersAusglG). Kommt es ausnahmsweise zu einer externen Teilung, so hat die ausgleichsberechtigte Person grundsätzlich ein Wahlrecht hinsichtlich der Zielversorgung. Sie kann also wählen, in welches Versorgungssystem der Ausgleichswert übertragen werden soll. Voraussetzung für die wirksame Ausübung des Wahlrechts ist jedoch stets, dass der Träger der Zielversorgung mit der externen Teilung einverstanden ist. Beim Familiengericht ist eine entsprechende Einverständniserklärung vorzulegen (§ 222 Abs. 2 FamFG). Wird das Wahlrecht nicht ausgeübt oder ist der gewünschte Zielversorgungsträger mit der externen Teilung nicht einverstanden, so erfolgt die externe Teilung durch die Begründung von Anrechten in der gesetzlichen Rentenversicherung. => Siehe auch Interne Teilung.
siehe: Versorgungsausgleich
Ein Finanzierungssystem beschreibt die Zahlungsströme in einem Versorgungswerk. Da die Beitragszahlungen und Leistungen zeitversetzt erfolgen (Aktiver = Beitragszahler, Rentner = Leistungsempfänger), müssen diese Geldströme sichtbar und begreifbar gemacht werden. Über das Finanzierungssystem hat man auch Einfluss auf diese Zahlungsströme und kann diese dadurch steuern. Diese Zahlungsströme werden in ein mathematisches Modell gefasst und im Technischen Geschäftsplan niedergeschrieben.
Im Bereich der Altersvorsorge sind verschiedene Finanzierungsverfahren anzutreffen. Mit einem Finanzierungsverfahren werden die Zahlungsströme einer Versorgungseinrichtung anhand eines mathematischen Modells beschrieben, wobei Einnahmeströme (Beiträge, Zinsen) und Ausgabeströme (Versorgungsleistungen, Verwaltungskosten) langfristig zur Deckung gebracht werden müssen, um die dauernde Erfüllbarkeit der Leistungen sicherzustellen. Grob unterscheidet man zwischen kapitalbildenden Systemen (volle/teilweise Kapitaldeckung), bei denen die Leistungen ganz oder zum Teil durch angespartes Kapital und Zinserträge finanziert werden, und dem Umlagesystem, bei dem die Leistungen in einem bestimmten Zeitraum durch Beiträge im gleichen Zeitraum finanziert werden. Die berufsständischen Versorgungswerke in Deutschland werden überwiegend im offenen Deckungsplanverfahren und im Anwartschaftsdeckungsverfahren finanziert, während die gesetzliche Rentenversicherung mit dem Umlageverfahren arbeitet. => Siehe auch: Anwartschaftsdeckungsverfahren; Deckungsplanverfahren, offenes
siehe: Umlageverfahren
Ein Floater ist eine Anleihe mit variabler Verzinsung. Im Gegensatz zu festverzinslichen Anleihen, welche zu vereinbarten Stichtagen einen festen Prozentsatz des Nominalwerts als Zinszahlung liefern, orientiert sich bei einem Floater der zu zahlende Prozentsatz nach einem Referenzzinssatz wie z. B. LIBOR oder EURIBOR. Durch diese Anpassung der Verzinsung an das Marktzinsniveau wird das Zinsrisiko reduziert.
Das Fondsmanagement führt die Vermögensverwaltung des Fonds durch. Der Fondsmanager trifft Kauf- und Verkaufsentscheidungen für die Vermögenswerte der Fonds. Ihm obliegt sowohl die strategische (langfristige) als auch taktische (kurzfristige) Ausrichtung des Fonds.
Neben den Pflichtbeiträgen kann jedes Mitglied freiwillig weitere Beiträge an das Versorgungswerk entrichten, um seine Anwartschaft auszubauen. Freiwillige Mehrzahlungen werden gleich bewertet wie Pflichtbeiträge und sind in gleicher Weise im Rahmen des Sonderausgabenabzugs und der zulässigen Höchstgrenzen steuerlich abzugsfähig.
Mitgliedschaft basiert auf eigenem Antrag eines Versorgungsträgers, der nicht von der Pflichtmitgliedschaft erfasst ist (z. B. Kommunen über 100.000 Einwohner).
Eine beendete Pflichtmitgliedschaft kann auf Antrag als freiwillige Mitgliedschaft mit den gleichen Rechten und Pflichten fortgesetzt werden, es sei denn, die Berufstätigkeit wird innerhalb der Bundesrepublik Deutschland verlegt und es entsteht hierdurch eine Mitgliedschaft in einem anderen berufsständischen Versorgungswerk. Die freiwillig fortgesetzte Mitgliedschaft endet in der Regel • mit Eintritt der Voraussetzungen für die Pflichtmitgliedschaft, • durch Austrittserklärung des Mitglieds, • durch Kündigung der Versorgungsanstalt im Falle des Zahlungsverzugs. Die Regelungen zur freiwilligen Mitgliedschaft können von Versorgungseinrichtung zu Versorgungseinrichtung geringfügig variieren. Maßgeblich ist daher im Einzelfall das zugrundeliegende Satzungsrecht.
Im Gegensatz zu Optionen, die eine bedingte Verpflichtung darstellen, haben bei Futures sowohl Käufer als auch Verkäufer die unbedingte Verpflichtung, eine festgelegte Menge eines Finanzinstruments zu einem festgelegten Preis zu einem festgelegten Termin in der Zunft zu liefern bzw. abzunehmen. Werden auch Finanzterminkontrakte genannt. Im Gegensatz zu Optionen erfolgt bei Abschluss keine Prämienzahlung, es erfolgt ein täglicher Gewinn- und Verlustausgleich.
Garantiezins ist ein in der privaten Versicherungswirtschaft gebräuchlicher Ausdruck. Als Garantiezins wird der Zinssatz bezeichnet, der dem Kunden bei Vertragsschluss als Mindestzins für die gesamte Vertragslaufzeit garantiert wird. Vom eingezahlten Beitrag wird ein Teil für Kosten und Risikoprämie abgezogen. Auf den verbleibenden Sparanteil wird der Mindestzins garantiert. Im Bereich der berufsständischen Pflichtversicherung gibt es keinen Garantiezins, sondern einen davon zu unterscheidenden Rechnungszins.
siehe: Rechnungszins
Diese nach den Empfehlungen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (= GDV) gerechnete Performancekennzahl errechnet sich als Quotient aus dem Saldo der Ordentlichen Erträge/Aufwendungen (ohne außerordentliche Abschreibungen auf Wertpapiere und Immobilien) und allgemeinen Verwaltungskosten sowie dem arithmetischen Mittel der Kapitalanlagen.
Generationentafeln unterscheiden – im Gegensatz zu Periodentafeln - bei den biometrischen Werten nicht nur nach Alter, sondern zusätzlich auch nach Geburtsjahrgang. So ist z. B. die voraussichtliche Lebenserwartung eines 60-Jährigen, der 1947 geboren wurde, 88 Jahre, und die Lebenserwartung eines 60-Jährigen, der 1977 geboren wurde, 91 Jahre.
Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mit Sitz in Berlin ist die Dachorganisation der privaten Versicherer in Deutschland. Der GDV bündelt und vertritt die Positionen der deutschen Versicherungswirtschaft und setzt sich für ordnungspolitische Rahmenbedingungen ein, die den Versicherern die optimale Erfüllung ihrer Aufgaben ermöglichen. Zugleich ist der Verband Ansprechpartner für alle die Versicherungswirtschaft betreffenden Fachfragen. Der GDV nimmt branchenrelevante politische und gesellschaftliche Entwicklungen auf und informiert und unterstützt als Dienstleister seine Mitgliedsunternehmen.
Die Bayerische Versorgungskammer erstellt als Geschäftsführungsorgan der von ihr verwalteten Versorgungsanstalten jährlich einen Geschäftsbericht, in dem neben dem Jahresabschluss und dem Lagebericht auch grundlegende Informationen zur Versorgungseinrichtung sowie zur Tätigkeit und Zusammensetzung der Selbstverwaltungsgremien im betreffenden Geschäftsjahr enthalten sind. Das jeweils zuständige Selbstverwaltungsorgan (Landesausschuss oder Verwaltungsrat) beschließt in der Regel im Herbst jeden Jahres über den Lagebericht und den Jahresabschluss des abgelaufenen Geschäftsjahres. Anschließend wird der Geschäftsbericht fertiggestellt. Er ist für alle Mitglieder kostenfrei erhältlich.
Das Versorgungsgesetz regelt die allgemeinen und gemeinsamen Vorschriften aller bei der Bayerischen Versorgungskammer verwalteten Versorgungsanstalten und bestimmt die Aufgaben, Rechte und Pflichten der Organe und die Regeln der Geschäftsführung. Es ist Grundlage der Satzung der Versorgungsanstalten.
Nach dem Mathematiker August Zillmer benanntes Verfahren. Dabei werden bei Versicherungstarifen Abschluss-, Vertriebs- und Provisionskosten mit den ersten gezahlten Beiträgen verrechnet. Dies kann bei Versicherungen in der Anfangszeit zu extrem niedrigen Rückkaufswerten führen und damit bei frühzeitiger Vertragsauflösung oder Kapitalübertragung zu wirtschaftlichen Verlusten des Versicherten. Im Unterschied zu anderen Anbietern betrieblicher Altersversorgung verwendet die BVK-Zusatzversorgung (=> Siehe ZkdbG) weder in der Pflichtversicherung noch in der freiwilligen Versicherung gezillmerte Tarife. Die beschriebenen Nachteile können hier also nicht auftreten.
siehe: Systemumstellung (ZkdbG)
Im Rahmen einer Master-Kapitalanlagengesellschaft stellt der Global Custodian eine zentrale Verwahrungsstelle dar, die es ermöglicht, die in verschiedenen Mandaten und bei verschiedenen Vermögensverwaltern bewirtschafteten Teile eines Kassenvermögens zentralisiert aufzubewahren. Zudem ermöglicht der Global Custodian ein einheitliches Reporting.
(=Bullenmarkt) Eine Phase steigender Kurse an der Börse.
siehe: Baisse
Hedgefonds unterliegen keinen Regulierungen oder Anlagerichtlinien. Ein Hedgefonds-Manager darf deshalb auch komplexe und spekulative Anlagestrategien, bei denen u. a. Derivate und Leerverkäufe zum Einsatz kommen, verfolgen. Auf diese Weise können Hedgefonds auch bei schlechter Marktlage und fallenden Kursen hohe Gewinne generieren. Außerdem können Hedgefonds durch Einsatz von Fremdkapital den Hebeleffekt sich zunutze machen, um die Eigenkapitalrendite zu erhöhen. Daher versprechen Hedgefonds eine höhere Rendite als regulierte Investmentfonds, wobei man jedoch auch ein höheres Risiko in Kauf nehmen muss.
High-Yield-Bonds oder hochverzinsliche Anleihen sind festverzinsliche Wertpapiere, die von den führenden Ratingagenturen als BB+ oder schlechter eingestuft wurden bzw. dieser Einstufung entsprechen, sofern sie noch kein Rating haben. Wegen ihrer schlechteren Kreditqualität bieten High Yield Bonds eine höhere Rendite als Papiere besserer Bonität, beinhalten aber auch höhere Risiken. Unternehmen sind die wichtigste Emittentengruppe dieser Anleihen.
Viele berufsständische Versorgungswerke gewähren nach dem Tod eines Mitgliedes eine Hinterbliebenenversorgung. • Witwen/r • Eingetragene Lebenspartner/innen nach dem LPartG • Waisen Anspruchsberechtigt sind die Witwe oder der Witwer eines Mitglieds und dessen Kinder, sofern diese noch minderjährig sind oder nach Maßgabe der Satzung das 27. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Seit dem Jahr 2011 ist auch die Hinterbliebenenversorgung für Lebenspartner/innen nach dem Lebenspartnerschaftsgesetz (LPartG) Teil des Leistungskatalogs.
Als Höchstbeitrag wird der maximal zu entrichtende Pflichtbeitrag bezeichnet. Wie sich der Höchstbeitrag bestimmt, ist in der jeweiligen Satzung festgelegt, i. d. R. entspricht der Höchstbeitrag zum berufsständischen Versorgungswerk dem Höchstbeitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung und ist damit abhängig vom dort geltenden Beitragssatz und der aktuellen Beitragsbemessungsgrenze.
Im Falle einer Scheidung findet üblicherweise ein Ausgleich der in der Ehezeit erworbenen Versorgungsanrechte statt. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten, den Ausgleich zu vollziehen. Nach der Rechtslage bis 31.08.2009 wurden alle in der Ehezeit erworbenen Anrechte getrennt für jeden Ehepartner bewertet und im Wege eines Einmalausgleichs, der in der Regel über die gesetzliche Rentenversicherung abgewickelt wurde, ausgeglichen. Mangels Vergleichbarkeit im Falle verschiedenartiger Versorgungsanrechte war dieses Verfahren zum Teil mit großen Schwierigkeiten verbunden. Nach dem seit 01.09.2009 geltenden Recht werden die von den Ehegatten in den unterschiedlichen Versorgungssystemen (gesetzliche, beamtenrechtliche, berufsständische, betriebliche, private Versorgung) erworbenen Anwartschaften nun zum Zeitpunkt der Scheidung einzeln innerhalb des jeweiligen Systems geteilt („Hin- und Her-Ausgleich“). Für den ausgleichsberechtigten Ehegatten werden die ihm zustehenden Anwartschaften im betreffenden Versorgungssystem neu begründet. Er erhält auf diese Weise eine (anteilige) berufsständische Versorgung im berufsständischen Versorgungswerk – auch dann, wenn er mangels Berufsträgerschaft nicht mitgliedsfähig ist. => Siehe auch: Interne Teilung.
siehe: Versorgungsausgleich
Privatrechtliche Vereinigung, die Träger von Rechten und Pflichten sein kann (z. B. GmbH, AG).
Der Kammerrat ist ein Gremium bei der Bayerischen Versorgungskammer. Er wirkt in gemeinsamen Geschäftsführungsangelegenheiten der Versorgungsanstalten bei der Bayerischen Versorgungskammer beratend mit. Er setzt sich aus Vertretern aller von der Bayerischen Versorgungskammer verwalteten Versorgungseinrichtungen zusammen. Als vorberatender Ausschluss fungiert der Arbeitsaudschuss des Kammerrats.
Bei Wiederheirat der/s versorgungsberechtigten Witwe/rs endet die Pflicht des Versorgungswerks, Hinterbliebenenrente zu zahlen. Die/der Witwe/r erhält als Ausgleich eine Kapitalabfindung vom Versorgungswerk in Höhe des 3-fachen jährlichen Witwen-/rgeldes. Als Witwe/r gilt auch der überlebende Lebenspartner einer eingetragenen Lebenspartnerschaft. Als Heirat gilt auch die Begründung einer Lebenspartnerschaft nach dem Lebenspartnerschaftsgesetz (LPartG).
Kinderbetreuungszeiten sind Zeiten von maximal drei Kalenderjahren, während derer keine Beiträge an das Versorgungswerk entrichtet werden und die bei der Berechnung eines Ruhegeldes wegen Berufsunfähigkeit nicht berücksichtigt werden. Die Kinderbetreuungszeiten wirken sich im Leistungsfall nicht negativ auf die Berufsunfähigkeitsrente aus, führen aber mangels Beitragszahlung auch zu keiner Steigerung der Anwartschaft bzw. des späteren Ruhegelds. Eine rentensteigernde Anrechnung von Zeiten der Kinderbetreuung erfolgt im Versorgungswerk nicht.
In der gesetzlichen Rentenversicherung werden für alle ab dem 1. Januar 1992 geborenen Kinder 3 Jahre pro Kind im Regelfall der betreuenden Mutter gutgeschrieben, ohne dass vom Versicherten Beiträge geleistet werden. Für alle vor dem 1. Januar 1992 geborenen Kinder 1 Jahr. Dies gilt auch für die Mitglieder des Versorgungswerks; auf eine bestehende oder vorausgehende Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung kommt es dabei nicht an. Die Zeiten werden so bewertet, als ob Beiträge in Höhe des durchschnittlichen Einkommens aller gesetzlich Rentenversicherter entrichtet worden wären. Fehlende Monate zur Erfüllung der Wartezeit von 60 Monaten in der gesetzlichen Rentenversicherung können durch freiwillige Beitragszahlungen aufgefüllt werden.
Begriff umfasst die Bürgermeister/innen, Landräte/innen, Bezirkstagspräsidenten/innen und berufsmäßige Gemeinderäte/innen in Bayern.
Der Landesausschuss ist ein Selbstverwaltungs- und Kontrollorgan, das ausschließlich mit Mitgliedern des jeweiligen Versorgungswerks besetzt ist. Der Landesausschuss arbeitet ehrenamtlich und beschließt über die Entlastung der Geschäftsführung, die Richtlinien der Versorgungspolitik, Satzungsänderungen oder die Anpassung von Versorgungsanrechten.
Zeitraum bis zur Fälligkeit/zum Verfall von Futures- und Optionskontrakten.
Unter Lokalitätsprinzip ist die Pflichtmitgliedschaft im örtlich zuständigen Versorgungswerk zu verstehen. Mit der Umsetzung des Lokalitätsprinzips in den Satzungen der bayerischen Pflichtversorgungseinrichtungen zum 01.01.2006 wurde zugleich die Möglichkeit der Befreiung zu Gunsten eines örtlich unzuständigen Versorgungswerks sowie die Möglichkeit der Fortführung einer freiwilligen Mitgliedschaft im örtlich unzuständigen Versorgungswerk weitgehend beseitigt. Das Lokalitätsprinzip stärkt das Prinzip der Pflichtmitgliedschaft (im jeweils örtlich zuständigen Versorgungswerk) und sichert damit die Position der berufsständischen Versorgungswerke als Systeme der sozialen Sicherung, als Träger der Alterssicherung im gegliederten System in Deutschland, insbesondere vor dem Hintergrund des europäischen Wettbewerbsrechts. Es stellt ferner die Voraussetzungen für die Befreiung von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung zu Gunsten eines berufsständischen Versorgungswerks sicher: § 6 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 SGB VI fordert als Befreiungsvoraussetzung wortwörtlich die Pflichtmitgliedschaft im Versorgungswerk. Die Pflichtmitgliedschaft in dem für die jeweilige Berufskammer zuständigen Versorgungswerk sichert den Angehörigen dieser Berufskammer schließlich auch eine entsprechende Interessenvertretung. Denn die Mitglieder der Verwaltungsräte bzw. Landesausschüsse, die für die Versorgungswerke das oberste Organ darstellen, werden von diesen Berufskammern vorgeschlagen. Das bayerische Satzungsrecht stellt dabei sicher, dass sowohl das innerhalb Europas als auch das innerhalb Deutschlands migrierende Mitglied genau die Anwartschaft erhält - und auch bei Wegzug behält! - , die seinen Einzahlungen im Zeitraum der Mitgliedschaft im Versorgungswerk entspricht; „migrationsfeindliche“ Regelungen wie z. B. Wartezeiten oder der Verfall von bereits erworbenen Anwartschaften bei „vorzeitigem“ Wegzug gibt es nicht. Die bereits erreichte Anwartschaft bleibt bestehen und wird ebenso wie sämtliche anderen Anwartschaften je nach den wirtschaftlichen Möglichkeiten des Versorgungswerks dynamisiert. In Ausnahmefällen - insbesondere wenn die Mitgliedschaft im Versorgungswerk nur kurze Zeit bestanden hat - sind weiterhin Beitragsüberleitungen möglich.
siehe: Überleitung
Im Rahmen eines Master-KAG-Konzeptes erfolgt die Konzentration der in Spezialfonds zu verwaltenden Vermögen auf eine KAG, wobei das Management der Gelder durch verschiedene Fondsmanager vorgenommen werden kann. Die Master-KAG verwaltet investmentsrechtlich für einen Anleger nur noch einen Master-Spezialfonds. Der Spezialfonds kann virtuell in mehrere Unterfonds (Subfonds) aufgeteilt und dem jeweiligen Fondsmanager zugewiesen werden.
(= MTN) Mittelfristige Schuldverschreibungen mit variabler Verzinsung (Floater). Die Verzinsung wird entweder an einen Referenzzinssatz - wie z. B. alle 3 oder 6 Monate an den Libor oder Euribor - oder an die Inflationsrate gekoppelt.
Mezzanine-Kapital oder Mezzanine-Finanzierungen (abgeleitet aus der Architektur im Sinne von Zwischengeschoss) beschreibt als Sammelbegriff Finanzierungsarten, die in ihren rechtlichen und wirtschaftlichen Ausgestaltungen eine Mischform zwischen Eigen- und Fremdkapital darstellen. Dabei wird in der klassischen Variante einem Unternehmen wirtschaftliches oder bilanzielles Eigenkapital zugeführt, ohne den Kapitalgebern Stimm- oder Einflussnahmerechte wie den echten Gesellschaftern zu gewähren.
Die Satzungen berufsständischer Versorgungseinrichtungen sehen für bestimmte Konstellationen häufig eine Beitragsermäßigung auf den sogenannten „Mindestbeitrag“ vor. Der Mindestbeitrag leitet sich in der Regel in Höhe eines bestimmten Prozentsatzes vom Höchstbeitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung ab. Näheres ist der jeweiligen Satzung zu entnehmen.
siehe: Höchstbeitrag
Der Rechnungszins gehört zu den Rechnungsgrundlagen und ist derjenige Zinssatz, der bei den versicherungsmathematischen Berechnungen verwendet wird. Bei der Festlegung von Leistungsversprechen oder der Bildung von Rückstellungen muss dieser Zins erreicht werden, damit die Verpflichtungen erfüllt werden können. Wird ein höherer Zins erwirtschaftet, erzielt die Anstalt Überschüsse, wird er unterschritten, Verluste. Ist der Rechnungszins am Kapitalmarkt langfristig nicht mehr realisierbar, muss er abgesenkt werden, um die langfristige Deckung aller Anwartschaften sicherzustellen. Bei Änderungen des => Rechnungszinses müssen die Anwartschaften, die auf unterschiedlicher Basis (d. h. mit unterschiedlich hohem Rechnungszins) berechnet wurden, unterschieden werden können. Hierfür werden verschiedene Anwartschaftsverbände eingeführt. Beispiel: • Anwartschaftsverband 1 (AV 1) für Anwartschaften, die bis zum 31. Dezember 2004 entstanden sind, mit Rechnungszins x • Anwartschaftsverband 2 (AV 2) für Anwartschaften, die zwischen dem 1. Januar 2005 und 31. Dezember 2009 entstanden sind, mit Rechnungszins y • Anwartschaftsverband 3 (AV 3) für Anwartschaften, die ab dem 1. Januar 2010 entstehen, mit Rechnungszins z.
siehe: Rechnungszins
Als Mitglied wird bei den bayerischen berufsständischen Versorgungswerken jeder aktuell beitragszahlende Versicherte bezeichnet. Geführt werden in der Regel sowohl Pflichtmitglieder als auch freiwillige Mitglieder. Die einzelnen Versorgungsanstalten verwenden z. T. unterschiedliche Begrifflichkeiten. So tauchen anstelle des Begriffs „Mitglied“ mitunter auch die Ausdrücke „Versicherter“ oder „Teilnehmer“ auf. Wie sich der jeweilige Personenkreis definiert, ist letztlich der Satzung des Versorgungswerks zu entnehmen. Mitglieder sind bei der Zusatzversorgungskasse der bayerischen Gemeinden und beim Bayerischen Versorgungsverband die Arbeitgeber, deren Angestellte bzw. Beamte bei diesen Einrichtungen versichert sind.
Modellberechnungen sind Verlaufs- bzw. Ertragsbeispiele für die zukünftige Entwicklung von Versicherungspolicen und deren Rendite. Zur Berechnung der Höhe einer möglichen Überschussbeteiligung fügen die Versicherer bei dem Abschluss eines Versicherungsvertrages eine Modellrechnung (Beispielrechnung) bei. Zur Vermeidung einer Irreführung des Versicherungsnehmers hat der Gesetzgeber gemäß § 154 VVG Vorgaben für die Modellrechnung aufgestellt: Die mögliche Ablaufleistung des Vertrages muss unter Zugrundelegung der Rechnungsgrundlagen für die Prämienkalkulation mit drei verschiedenen Zinssätzen dargestellt werden. Inhalt: • persönliche Daten • Beitragshöhe und -zahlungsweise • Versicherung- und Rentenbeginn • garantierte Ablaufleistungen (Rente/Kapital) • mögliche Ablaufleistungen (Rente/Kapital) • Versicherungsumfang • allgemeine Hinweise (Steuer/Sozialabgaben...).
Mitglieder berufständischer Versorgungswerke, die nach den Bestimmungen des Sozialgesetzbuches VI nachzuversichern sind, weil sie z. B. in einem (rentenversicherungsfreien) Beamtenverhältnis standen, können beantragen, dass Versorgungsanwartschaften statt in der gesetzlichen Rentenversicherung beim Versorgungswerk begründet werden („Nachversicherung“). Der ehemalige Dienstherr trägt den Nachversicherungsbetrag in voller Höhe und zahlt diesen beim Versorgungswerk ein; die Beiträge werden so bewertet, als ob sie rechtzeitig in den jeweiligen Tätigkeitsjahren entrichtet worden wären. Für die Antragstellung sind Fristen zu beachten.
Im Gegensatz zur GDV-Rendite berücksichtigt die Nettorendite sämtliche Aufwandspositionen, d. h. z. B. auch Abschreibungen auf Wertpapiere. Diese Kennzahl wird als Nettorendite vor/nach allgemeinen Verwaltungskosten ausgewiesen. Die Berechnungsweise erfolgt ansonsten analog zur GDV-Rendite.
siehe: GDV-Rendite
NVS
NVS ist die Abkürzung für Neue Versorgungssoftware, die bei der BVK seit 2007 bei den Bereichen G und B im Einsatz ist. Oftmals wird die NVS gleichgesetzt mit dem Bestandsführungssystem futura. Tatsächlich ist „futura“ aber nur ein Teilsystem der NVS. Diese setzt sich zusammen aus: • NVS-Portal • futura • Text-, Druck-, Output-Management (TDO) • Berichtssystem.
Organe des Versorgungswerks sind der Landesausschuss (bzw. die Vertreterversammlung, der Verwaltungsrat) und die Bayerische Versorgungskammer.
Die Partnerrente entspricht der Witwen-/Witwerrente und wird nach Maßgabe der Satzung an nach dem Lebenspartnerschaftsgesetz verpartnerte Hinterbliebene des Mitglieds ausbezahlt.
siehe: Hinterbliebenenversorgung
Performance ist eine Messgröße zur Erfolgsbeurteilung von Kapitalanlagen. Sie errechnet sich als Quotient aus der Summe des Nettoergebnisses der Kapitalanlage und stiller Reserven und dem arithmetischen Mittel der Kapitalanlagen.
Periodentafeln unterscheiden bei den biometrischen Werten nur nach Alter und nicht nach Geburtsjahrgang, z. B. Lebenserwartung eines 60-Jährigen: 84 Jahre.
siehe: Generationentafel
Eine Mitgliedschaft entsteht kraft Gesetzes, sobald ein versorgungsberechtigter Mitarbeiter beschäftigt wird (z. B. Landkreise, Verwaltungsgemeinschaften, Kommunen unter 100000 Einwohner).
Die BVK Zusatzversorgung bietet seit dem Jahr 2002 für die Beschäftigten ihrer Mitglieder eine freiwillige Versicherung an, mit der die Beschäftigten ihre Betriebsrente der Zusatzversorgung weiter aufstocken können um spätere Versorgungslücken zu vermeiden. Die freiwillige Versicherung hat seit ihrem Start den Produktnamen „PlusPunktRente“. Die PlusPunktRente gibt es als: • PlusPunktRente mit Riester-Förderung (V 2) • PlusPunktRente ohne staatliche Förderung (V3) • PlusPunktRente als Entgeltumwandlung (V4) • PlusPunktRente als freiwillige Arbeitgeber- Höherversicherung (V5).
Private Equity als eigene Anlageklasse bedeutet Finanzierung nicht börsennotierter Unternehmen mit Eigenkapital. Nach der Definition der European Venture Capital and Private Equity Association (EVCA) ist Private Equity der Oberbegriff, der den gesamten Markt für privates Beteiligungskapital umfasst (Unterteilung in Venture Capital, klassische Beteiligungsfinanzierung (Buyouts) und mezzanine Finanzierungen). Geldgeber sind institutionelle Investoren sowie Privatleute. Sie beteiligen sich entweder direkt an Unternehmen oder stellen ihr Geld Fonds zur Verfügung, die es dann in Firmenanteile investieren. Die Rendite wird über die Wertsteigerung der Beteiligungen erzielt.a
Geschäftsplan, in dem mehrere Versorgungswerke gemeinsam geregelt sind.
Zinssatz abzüglich Inflationsrate. Zeigt, um wie viel sich das Vermögen, bereinigt um den Kaufkraftverlust, entwickelt.
Durch Marktwertschwankungen und/oder Investitionen ändert sich die Zusammensetzung eines Portfolios von Kapitalanlagen über die Zeit. Bei einem Rebalancing werden die prozentualen Gewichte verschiedener Assetklassen des Ursprungsportfolios durch Umschichtungen wieder hergestellt.
Als Rechnungsgrundlagen werden die in den versicherungsmathematischen Berechnungen verwendeten Parameter bezeichnet. Zu diesen gehören die biometrischen Rechnungsgrundlagen (Berufsständische Richttafeln), der Rechnungszins sowie der Verwaltungskostensatz und pauschale Wertansätze (z. B. Waisenfaktor).
Der Rechnungszins gehört zu den Rechnungsgrundlagen und ist derjenige Zinssatz, der bei den versicherungsmathematischen Berechnungen verwendet wird. Bei der Festlegung von Leistungsversprechen oder der Bildung von Rückstellungen muss dieser Zins auf Dauer (während der gesamten aktiven und passiven Phase) erreicht werden, damit die Verpflichtungen erfüllt werden können. Wird ein höherer Zins erwirtschaftet, erzielt die Anstalt Überschüsse, wird er unterschritten, Verluste. Ein im Vergleich zum Realzins niedriger Rechnungszins führt zu hohen Rückstellungen und niedrigen Verrentungssätzen, da ein geringer Zinsertrag einkalkuliert ist. Im Gegenzug fallen in der Zukunft höhere Zinsüberschüsse an, die für Dynamisierungen verwendet werden können.
siehe: Aufsicht
Das Altersruhegeld wird mit Vollendung der Regelaltersgrenze (=Renteneintrittsalter) monatlich und lebenslang gezahlt; gleiches gilt für das vorgezogene Altersruhegeld mit Abschlägen.
siehe: Altersruhegeld
Die Rendite ist der Ertrag des investierten Kapitals (in Prozent ausgedrückt). Als aktive Rendite bezeichnet man die Abweichung der Fonds- bzw. Managerrendite von der Benchmark rendite.
Die Nettorendite berücksichtigt sämtliche Aufwandspositionen, d. h. beispielsweise auch Abschreibungen auf Wertpapiere. Diese Kennzahl wird als Nettorendite vor/nach Verwaltungskosten ausgewiesen. Die Berechnungsweise erfolgt analog zur GDV-Rendite. Konkret handelt es sich um die Summe der ordentlichen und außerordentlichen Erträge, vermindert um die ordentlichen und außerordentlichen Aufwendungen sowie um die allgemeinen Kapitalverwaltungskosten (ohne Bau- und Hausverwaltung) bezogen auf das arithmetische Mittel der Kapitalanlagen am Geschäftsjahresanfang (01.01.) und am Geschäftsjahresende (31.12.).
siehe: GDV-Rendite
Die passive Rendite ist diejenige Rendite, die am Markt durch passives Management (investieren in eine Benchmark wie z. B. EuroStoxx50) erzielbar ist.
Die während eines Kalenderjahres eingezahlten Beiträge eines Mitglieds werden mit einem bestimmten Bewertungsprozentsatz in eine Jahresanwartschaft, die als Rentenbaustein bezeichnet wird, umgerechnet. Der Bewertungsprozentsatz ergibt sich jeweils aus der Satzung. Die Summe der Rentenbausteine während der Mitgliedschaft ist die Basis für die jeweilige Rentenberechnung.
Nach § 22a Abs. 1 Einkommensteuergesetz sind berufsständische Versorgungseinrichtungen wie auch die anderen Träger der Alterssicherung verpflichtet, der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) zu melden, in welcher Höhe Rentenzahlungen oder andere vergleichbare Zahlungen an den jeweiligen Leistungsempfänger erfolgt sind. Zu diesem Zweck müssen die Rentenversicherungsträger eine Rentenbezugsmitteilung an die ZfA übermitteln. Von dort werden die Daten an die zuständige Finanzverwaltung weitergeleitet. Die Meldepflicht der Träger der Alterssicherung bezieht sich rückwirkend auf den Zeitraum ab dem Jahre 2005.
Die Höhe der jährlich erworbenen Anwartschaft bemisst sich nach den Einzahlungen, dem Alter bei Einzahlung (Kalenderjahr minus Geburtsjahr) und dem für den jeweiligen Geburtsjahrgang geltenden Verrentungssatz. Die Summe der jährlich erworbenen Anwartschaften zzgl. der Dynamisierungen sowie ggf. Zuschläge im Fall der Berufsunfähigkeit bildet die Rentenhöhe.
Die biometrischen Werte sind nicht nur von Alter und Geschlecht, sondern z. B. auch von Beruf und Wohnort abhängig. Hier handelt es sich um biometrische Werte für die in Deutschland berufsständisch Versicherten.
Die zulässige Verlustobergrenze.
Verfahren, bei dem die optimale Asset-Allokation eines Versorgungswerks anhand des jeweiligen Risikokapitals ermittelt werden.
siehe: Asset-Allokation
Risikokaptal entspricht einer Verlustobergrenze, die beim Eintreten von extremen Marktschwankungen möglichst nicht überschritten werden sollte. D. h. Risikokapital ist der Betrag, der zur Verfügung stehen muss, damit die Rückzahlung des übrigen bereitgestellten Kapitals unter Berücksichtigung einer erwarteten Mindestrendite mit einer bestimmten vorgegebenen Wahrscheinlichkeit sichergestellt ist.
Überschuss der Anstalt vor Zuführungen zur RkL, RfZ oder Sicherheitsrücklage. => Siehe auch: Rückstellung für Zins (RfZ); Sicherheitsrücklage
siehe: Rückstellung für zukünftige Leistungsverbesserungen (RkL)
Die Rückstellung für Zins (RfZ) ist ein Teil der Deckungsrückstellung. Die Mittel in der RfZ dienen als Rücklage für drohende Zinsverluste aus Unterschreitungen des Rechnungszinses.
Die Rückstellung für zukünftige Leistungsverbesserungen (RkL) gehört zu den versicherungstechnischen Rückstellungen. In der RkL enthaltene Mittel können zur Leistungsverbesserung, insbesondere für die Dynamisierung der Anwartschaften und/oder Renten verwendet werden.
Eine versicherungstechnische Rückstellung, die zur Abgrenzung des Jahresergebnisses dient. In ihr werden Ereignisse abgeschätzt, die noch in das Bilanzjahr fallen, aber zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung noch nicht bekannt waren, weil sie z. B. später gemeldet werden oder noch nicht abschließend abgearbeitet sind.
Versicherungstechnische Rückstellungen bilden den überwiegenden Teil der Passivseite der Bilanz. Sie weisen die Verpflichtungen der Versorgungseinrichtung gegenüber den Versicherten aus und müssen so hoch sein, dass die dauernde Erfüllbarkeit der sich aus der Satzung ergebenden Verpflichtungen der Anstalt jederzeit gewährleistet ist. Zu den versicherungstechnischen Rückstellungen gehören die Deckungsrückstellung, die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle und die Rückstellung für künftige Leistungsverbesserungen (RkL).
Die Satzung eines Versorgungswerks regelt neben der Organisationsstruktur insbesondere das Mitgliedschafts- und Beitragsverhältnis sowie die Rechte im Leistungsfall wie Alters-, Berufsunfähigkeits- und Hinterbliebenenversorgung. Rechtsgrundlage der Satzung ist Art. 10 des Gesetzes über das öffentliche Versorgungswesen (VersoG). Die Satzung und deren Änderungen werden vom Landesausschuss beschlossen und von der Rechts- und Versicherungsaufsicht, ggf. im Einvernehmen mit den zuständigen Ministerien der Staatsvertragsländer genehmigt.
Schuldscheindarlehen sind neben Bankkredit und Anleihe eine weitere Form der (langfristigen) Fremdfinanzierung in größerem Umfang. Dabei wird einem Kreditnehmer, ohne dass dieser den organisierten Kapitalmarkt in Anspruch nehmen muss, durch große Kapitalsammelstellen als Kreditgeber ein Darlehen gewährt, dessen Bestehen der Schuldner durch Ausstellen eines Schuldscheins bestätigt. Dabei ist der Schuldschein jedoch weder ein verbrieftes Darlehen, noch eine Schuldverschreibung oder sonst ein Wertpapier. Er dient ausschließlich als Urkunde zur Beweissicherung und ist daher im Unterschied zur Anleihe nicht börsenfähig. Statt eines Schuldscheins genügt häufig auch lediglich der Darlehensvertrag als Beweisurkunde.
Die Versorgungswerke der Bayerischen Versorgungskammer sind alle in Selbstverwaltung organisiert. Die Bayerische Versorgungskammer übernimmt lediglich die Geschäftsführung. Die Selbstverwaltungsgremien ermöglichen eine größtmögliche Transparenz und gewährleisten, dass die Interessen des Berufstands bedacht und umgesetzt werden.
Bilanzposten auf der Passivseite, in dem als Risikovorsorge Mittel angespart werden, um Verluste z. B. aus der Unterschreitung des Rechnungszinses auszugleichen. Die Sicherheitsrücklage und deren Zuführung ist in Art. 14 VersoG geregelt.
Der Singlezuschlag kann beantragt werden, wenn das Mitglied zum Zeitpunkt des Ruhegeldbeginns nicht verheiratet oder verpartnert ist. Er soll einen Ausgleich für die nicht zu erreichende Hinterbliebenenversorgung geben. Die Altersrente erhöht sich dann um einen Zuschlag, der sich aus der Satzung ergibt. Ein Anspruch auf Hinterbliebenenversorgung entsteht dann aber bei späterer Heirat oder Verpartnerung nicht mehr.
Chancen-/Risikenausgleich über eine Solidargemeinschaft ohne Gewinnerzielungsabsicht, z. B. ein Umlageverband zur Verstetigung der Versorgungslasten.
Eine Richtlinie der EU-Kommission für eine Reform des Versicherungsaufsichtsrechts in Europa. Es behandelt vor allem die Vorschriften für die Eigenmittelausstattung von Versicherungsunternehmen.
Bei kapitalbildenden Versicherungssystemen wie der berufsständischen Versorgung setzt sich die spätere Rentenauszahlung in der Regel aus zwei Komponenten zusammen: einem Sparanteil und einem Ertragsanteil. Der Sparanteil kommt direkt durch die geleisteten Beitragszahlungen zustande, während der Ertragsanteil aus der Kapitalanlage, d. h. der Verzinsung, resultiert.
Investmentfonds, die im Gegensatz zu Publikumsfonds einem begrenzten Anlegerkreis (z. B. Institutionelle Anleger wie Versicherungsunternehmen, Pensionskassen) vorbehalten sind.
Als Spread (von engl. spread für Spanne) bezeichnet man in der Wirtschaft allgemein die Differenz zwischen zwei einheitsgleichen zu vergleichenden Größen. Im Wertpapierhandel z. B. handelt es sich um die Risikoprämie.
Zum 01.01.2002 wurde das bis dahin in der Zusatzversorgung geltende beamtenähnliche Gesamtversorgungssystem der bayerischen Gemeinden geschlossen und durch das sogenannte Punktemodell ersetzt. Für alle bis zum 31.12.2001 Versicherten wurde die Anwartschaft aus der bis dahin bestehenden Versicherung ermittelt und ins das neue System übertragen (Startgutschrift). Die Startgutschrift wurde für sogenannte rentennahe Versicherte (vor dem 02.01.1947 geboren) im Wesentlichen nach den Regelungen der ursprünglichen Gesamtversorgung ermittelt. Für alle anderen am 01.01.2002 Pflichtversicherten (rentenferne Versicherte) erfolgte die Berechnung der Startgutschrift analog den Regelungen aus dem Betriebsrentengesetz. Für Versicherte, die am 01.01.2001 nicht mehr in der Zusatzversorgung angemeldet waren (beitragsfrei Versicherte) wurde die Startgutschrift im Rahmen der bis dahin geltenden Versicherungsrente ermittelt.
Gemäß § 5 Abs. 1 Nr. 8 KStG und § 3 Nr. 11 GewStG sind berufsständische Pflichtversicherungseinrichtungen von der Körperschafts- und Gewerbesteuerpflicht befreit, sofern die Satzung der Einrichtungen bestimmte Einzahlungshöchstgrenzen für die jährlichen Beitragszahlungen vorsieht. Es handelt sich um eine umfassende Steuerbefreiung, die nicht auf einzelne Tätigkeiten oder Tätigkeitsbereiche beschränkt ist. Zweck und zugleich Rechtfertigung der Steuerbefreiung ist es, die öffentlich-rechtlichen Versicherungs- und Versorgungseinrichtungen bestimmter Berufsgruppen bei ihrer Aufgabe zu unterstützen, den bei ihnen Pflichtversicherten eine Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenversorgung zu gewähren.
Das Gesamtversorgungssystem in der Zusatzversorgung der bayerischen Gemeinden, wonach die gesetzliche Rente durch die Versorgungsrente der Zusatzversorgung bis zu einer beamtenähnlichen Gesamtversorgung aufgestockt wurde, wurde zum 31.12.2001 geschlossen. Die Gründe hierfür waren vielfältig (die künftige Finanzierbarkeit der Zusatzversorgung war durch das planmäßige Absenken der gesetzlichen Rente (Altersvorsorgesetz) in Frage gestellt; höchstrichterliche Urteile stellten wesentliche Berechnungsschritte in Frage). Zum 01.01.2002 wurde das derzeit geltende Punktemodell eingeführt. Anstelle des durch Umlagen finanzierten Gesamtversorgungssystems sollte nunmehr ein kapitalgedecktes System treten. Während sich die (neuen) Leistungen rechnen, als würde das Mitglied (Arbeitgeber) Beiträge in eine Kapitaldeckung einzahlen, sehen jedoch die Tarifverträge keine Regelungen vor, wie die einzelnen Zusatzversorgungseinrichtungen diese Leistungen tatsächlich finanzieren (z. B. durch Pflichtbeiträge oder weiterhin durch Umlagen). Die Zusatzversorgungskasse der bayerischen Gemeinden entschied sich für einen Weg in die Kapitaldeckung und erhebt seit 2003 neben der Umlage (zur Finanzierung der bereits laufenden Leistungen) einen Zusatzbeitrag (zum Aufbau eines Kapitalstocks).
Taktische Asset-Allokation (TAA): kurzfristige Kapitalanlageziele (Zeitraum - das laufende Jahr). Strategische Asset-Allokation (SSA): langfristige Kapitalanlageziele (Zeitraum - 5 Jahre).
Der TVöD regelt die Rechtsverhältnisse in den Beschäftigungsverhältnissen des öffentlichen Dienstes. Ein Arbeitgeber, der den TVöD anwendet, ist verpflichtet, seinen Beschäftigten eine Zusatzversorgung zu verschaffen.
In ihm ist das mathematische Regelwerk dargestellt. Bei den Versorgungswerken spiegelt sich in diesem Formelwerk das zugrunde gelegte Finanzierungsverfahren wieder. Dort ist auch dargelegt, wie bestimmte Bilanzposten zu ermitteln sind. Die verwendeten Rechnungsgrundlagen sind ebenfalls aufgeführt. Im TG werden die Zahlungsströme (Beiträge, Leistungen) beschrieben und in ein mathematisches Modell gefasst.
Bestätigung des Wirtschaftsprüfers, dass die wirtschaftlichen Verhältnisse des Versorgungswerks (Vermögens-, Finanz- und Ertragslage) geordnet sind und den gesetzlichen Anforderungen entsprechen.
Wenn Mitglieder das Versorgungswerk wechseln, können diese unter bestimmten Umständen die geleisteten Beiträge in das neue Versorgungswerk „mitnehmen“. Dies wird als Überleitung bezeichnet. Die Überleitung verhindert Minianwartschaften beim alten Versorgungswerk und sichert später eine Rentenzahlung von nur einem Versorgungswerk. Im neuen Versorgungswerk werden die übergeleiteten Beiträge regelmäßig so gestellt, als ob die Beiträge bereits von Anfang an dort einbezahlt worden wären. Die Überleitung setzt ein entsprechendes Abkommen der Versorgungswerke untereinander voraus.
Als Überzins werden diejenigen Erträge bezeichnet, die oberhalb des Rechnungszinses anfallen und insoweit für Sicherungsmaßnahmen (z. B. Aufbau von Risikopuffern, Zuführung zur Sicherheitsrücklage) oder als Dynamisierungspotenzial eingesetzt werden.
Finanzierungssystem, das insbesondere von gesetzlichen Krankenkassen und der Deutschen Rentenversicherung verwendet wird. Die Ausgaben des Systems werden durch die im selben Zeitraum anfallenden Beiträge finanziert. Im Gegensatz zum Anwartschaftsdeckungsverfahren erfolgt kein nennenswertes Ansparen von Kapital.
Unter dem Begriff Venture-Capital (Risikokapital, Wagniskapital) fasst man einen Teilbereich des Private-Equity-Geschäfts zusammen. Bei Venture-Capital handelt es sich um eine zeitlich begrenzte Kapitalbeteiligung an jungen, innovativen, nicht börsennotierten Unternehmen.
Rentenanwartschaft in Prozent des Beitrags. Der Verrentungssatz gibt an, wie hoch die Rentenanwartschaft ist, die für einen bestimmten Beitrag erworben wird. Er bestimmt somit wesentlich die Rentenhöhe und hängt vom Geburtsjahrgang und vom Lebensalter ab, in dem der Beitrag entrichtet wird. Mit zunehmendem Alter fallen die Verrentungssätze, hauptsächlich weil sich mit zunehmendem Alter die Zinswirkung bis zum Renteneintritt abschwächt. Die Verrentungssätze für das jeweilige Alter (= Kalenderjahr minus Geburtsjahr) und den jeweiligen Geburtsjahrgang sind der Satzung als Tabelle 1 („Verrentungssatztabelle“) angehängt. Für die Geburtsjahre 1947 bis 1963 ist die Verrentungstabelle nach Geburtsjahren differenziert. Dies geht auf die stufenweise Anhebung des Renteneintrittsalters vom 65. auf das 67. Lebensjahr zurück.
siehe: Altersruhegeld
Die Verrentungstabellen beruhen auf verschiedenen versicherungsmathematischen Annahmen, sogenannten Rechnungsgrundlagen. Eine dieser Rechnungsgrundlagen ist der Rechnungszins. Ist der in die Verrentungstabelle einkalkulierte Rechnungszins langfristig am Kapitalmarkt nicht mehr realisierbar, bedarf es einer Absenkung des Rechnungszinses und damit einer Anpassung der Verrentungstabelle, um die langfristige Deckung aller Anwartschaften sicherzustellen.
siehe: Aufsicht
Ein Teilgebiet der Mathematik, das sich hauptsächlich mit der mathematischen Modellierung sowie der statistischen Schätzung der versicherten Risiken (z. B. Risiko der Berufsunfähigkeit, Sterblichkeitsrisiko) und der Berechnung von versicherungstechnischen Rückstellungen beschäftigt.
In der Regel werden die Ausscheidewahrscheinlichkeiten als einjährige Ausscheidewahrscheinlichkeiten angegeben, d. h. als Wahrscheinlichkeit eines genau x-jährigen innerhalb eines Jahres mit einer bestimmten Ausscheideursache (z. B. Erreichen der Altersgrenze) aus dem Bestand auszuscheiden.
Begriff des Beamtenversorgungsrechtes: Prozentuale Minderung des Ruhegehaltes bei einem Ruhestandsbeginn vor der gesetzlichen Altersgrenze.
Seit 1925 leistet die Versorgungsanstalt der deutschen Bühnen für alle künstlerischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der deutschen Theater eine zur gesetzlichen Rentenversicherung zusätzliche Alters-, Berufsunfähigkeitsund Hinterbliebenenversorgung. Unterschieden wird hier in Mitglieder und Versicherte. Mitglieder sind alle Theaterunternehmer in Deutschland, die Bühnenkünstler beschäftigen. Versicherte sind alle angestellten Bühnenkünstler. Sollte ein Bühnenkünstler längere Zeit kein festes Engagement an einem Theater besitzen, kann die Versicherung durch eine freiwillige Zahlung (mindestens 12,50 Euro monatlich) weiter bestehen bleiben. So entstehen keine Nachteile oder Lücken in der Versicherung. Das Versorgungswerk wird im Kapitaldeckungsverfahren finanziert. Finanziert werden die Leistungen aus den Beiträgen der Versicherten und ihrer Arbeitgeber sowie aus den Erträgen der Vermögensanlagen. Die für den einzelnen Versicherten entrichteten Beiträge dienen zur Ansparung seines Ruhegeldes. Über den Verwaltungsrat haben die Mitglieder unmittelbar einen bestimmenden Einfluss auf die Versorgungsanstalt. Der Verwaltungsrat setzt sich aus Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern zusammen. Er hat insbesondere das Satzungsgebungsrecht und gestaltet die Richtlinien der Versorgungspolitik. Außerdem beschließt er über die Wirtschaftsplanung und nimmt die Jahresrechnung ab.
Seit 1938 leistet die Versorgungsanstalt der deutschen Kulturorchester für alle Musikerinnen und Musiker bei Kulturorchestern eine zur gesetzlichen Rentenversicherung zusätzliche Alters-, Berufsunfähigkeits- und Hinterbliebenenversorgung. Unterschieden wird hier in Mitglieder und Versicherte. Mitglieder sind alle Kulturorchester in Deutschland, die Musiker beschäftigen. Versicherte sind alle angestellten Musikerinnen und Musiker. Sollte ein Musiker längere Zeit kein feste Engagement an einem Theater besitzen, kann die Versicherung durch eine freiwillige Zahlung weiter bestehen bleiben. So entstehen keine Nachteile oder Lücken in der Versicherung. Das Versorgungswerk wird im Kapitaldeckungsverfahren finanziert. Finanziert werden die Leistungen aus den Beiträgen der Versicherten und ihrer Arbeitgeber sowie aus den Erträgen der Vermögensanlagen. Die für den einzelnen Versicherten entrichteten Beiträge dienen zur Ansparung seines Ruhegeldes. Über den Verwaltungsrat haben die Mitglieder unmittelbar einen bestimmenden Einfluss auf die Versorgungsanstalt. Der Verwaltungsrat setzt sich aus Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern zusammen. Er hat insbesondere das Satzungsgebungsrecht und gestaltet die Richtlinien der Versorgungspolitik. Außerdem beschließt er über die Wirtschaftsplanung und nimmt die Jahresrechnung ab.
Im Scheidungsfall wendet sich das zuständige Familiengericht an das Versorgungswerk und fordert eine Berechnung der ehezeitlichen Rentenanwartschaften an. Das Familiengericht erstellt eine Abrechnung aller während der Ehezeit erworbenen Anwartschaften in den beteiligten Versorgungswerken und Rentenversicherungsträgern. Der Ehepartner mit den höheren Anwartschaften ist ausgleichspflichtig und hat dem anderen Ehegatten jeweils die Hälfte des Differenzbetrags auszugleichen. Gleiches gilt auch bei der Auflösung einer eingetragenen Lebenspartnerschaft. Seit 1. September 2009 erfolgt grundsätzlich eine Teilung der ehezeitlich erworbenen Anrechte innerhalb der jeweiligen Rentenversicherungssysteme.
Körperschaft, die beamtenrechtliche Versorgungsbezüge ihrer Bediensteten zu gewährleisten hat.
Volatilität ist ein Maß für das Gesamtrisiko einer Investition. Stellt die tatsächliche bzw. erwartete Schwankungsbreite (Streuung) des Kurses (in Prozent pro Jahr) um einen erwarteten Kurs dar.
Die vorzeitige Inanspruchnahme von Altersruhegeld (vorgezogenes Altersruhegeld) mit Abschlägen ist möglich. Die Höhe der Abschläge ist versicherungsmathematisch berechnet und hängt davon ab, wie viele Monate vor Vollendung der Regelaltersgrenze das vorgezogene Altersruhegeld in Anspruch genommen wird. Die Abschläge bleiben dauerhaft erhalten. Der Bezug von Altersruhegeld/vorgezogenem Altersruhegeld setzt nicht voraus, dass die Berufsausübung eingestellt wird.
Das Waisengeld wird meist in einem Prozentsatz vom Witwengeld oder des Ruhegeldes ausgedruckt. Beispiel: Das Vollwaisengeld beträgt 40 % des Ruhegeldes, das Halbwaisengeld 30 % des Ruhegeldes.
Bei den berufsständischen Versorgungswerken wird das Witwengeld meistens auf 60 % des Ruhegeldes festgelegt. Bei der Berechnung der Anwartschaften müssen diese Regelungen natürlich alle berücksichtigt werden. So setzt sich etwa die Anwartschaft eines Aktiven aus den Anwartschaften auf Ruhegeld, Witwengeld und Waisengeld zusammen.
Als „Zahlstelle“ im Kontext von Kapitalanlagen gilt jeder Wirtschaftsbeteiligte, der dem wirtschaftlichen Eigentümer Zinsen zahlt oder eine Zinszahlung zu dessen unmittelbaren Gunsten einzieht, und zwar unabhängig davon, ob dieser Wirtschaftsbeteiligte der Schuldner der den Zinsen zugrunde liegenden Forderung ist oder vom Schuldner oder dem wirtschaftlichen Eigentümer mit der Zinszahlung oder deren Einziehung beauftragt ist.
Ein Kernstück der Rentenreform 2001 war der Aufbau einer staatlich geförderten zusätzlichen Altersvorsorge (Riester- Rente). Die Förderung wird in Form von Zulagen und einem zusätzlichen Sonderausgabenabzug ausgezahlt. Die mit der Förderung verbundenen Aufgaben wurden der Deutschen Rentenversicherung Bund übertragen. Die dort zuständige Stelle heißt Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen. Die wesentlichen Aufgaben der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen sind: • Die Berechnung und Auszahlung der Zulage. Die Auszahlung der Zulage erfolgt an den Anbieter und wird auf den Altersvorsorgevertrag des Zulageberechtigten verbucht. • Eine eventuelle Rückabwicklung zu Unrecht gezahlter Zulagen. • Jährlich wiederkehrende Feststellung des Zulageanspruchs. • Das Verfahren bei Verwendung von Kapital aus einem Altersvorsorgevertrag zum Erwerb oder zur Herstellung von selbstgenutztem Wohneigentum. • Der Datenabgleich mit dem Rentenversicherungsträger, den Familienkassen der Bundesagentur für Arbeit, den zuständigen Besoldungsstellen und den Finanzämtern zur Überprüfung der gezahlten Zulage. Weiterhin hat die ZfA durch das Alterseinkünftegesetz die Aufgabe, die Rentenbezugsmitteilungen entgegenzunehmen und an die Landesfinanzbehörden weiterzuleiten. Pflichtmitglieder eines berufsständischen Versorgungswerks gehören nicht zum förderberechtigten Personenkreis, können also keine staatliche geförderte Riester-Rente aufbauen.
Eine von verschiedenen Kenngrößen zur Messung der Vermögensverzinsung. Die Berechnungsformel wurde zwischen Aufsicht und der Geschäftsführung (Bereich Mathematik) abgestimmt und dient speziell der Kontrolle, ob die Vorgabe des Rechnungszinses eingehalten wurde.
Die versicherungstechnischen Rückstellungen werden mit dem Rechnungszins berechnet. Damit die Rückstellungen auch in Zukunft angemessen hoch sind, muss ihnen jedes Jahr ein Betrag in Höhe des Rechnungszinses zugeführt werden.
Der Zusatzbeitrag dient der Finanzierung der Pflichtversicherung im Abrechnungsverband I der ZkdbG. Er wird von den Mitgliedern (Arbeitgeber) für jeden angemeldeten Beschäftigten an die BVK Zusatzversorgung abgeführt. Der Zusatzbeitrag dient dem Aufbau eines Kapitalstocks für die Anwartschaften und einer schrittweisen Umstellung des Finanzierungsverfahrens hin zu einer Kapitaldeckung im Abrechnungsverband I. Er wird von den Umlage-Zahlungen getrennt geführt und verwaltet. Aktuell beträgt der Zusatzbeitrag 4 % des zusatzversorgungspflichtigen Entgelts.
Die Zusatzversorgung ist die betriebliche Altersversorgung für die Beschäftigten des öffentlichen und kirchlichen Dienstes im Gebiet des Freistaates Bayern und des ehemaligen Regierungsbezirks Pfalz des Landes Rheinland-Pfalz. Sie bietet eine zusätzliche Altersversorgung, die neben die gesetzliche Rente oder eine anderweitige Altersversorgung tritt. Gegründet wurde die Versorgungskasse 1940. Mehr Informationen finden Sie auf: www.bvk-zusatzversorgung.de.