Glossar

Garantiezins ist ein in der privaten Versicherungswirtschaft gebräuchlicher Ausdruck. Als Garantiezins wird der Zinssatz bezeichnet, der dem Kunden bei Vertragsschluss als Mindestzins für die gesamte Vertragslaufzeit garantiert wird. Vom eingezahlten Beitrag wird ein Teil für Kosten und Risikoprämie abgezogen. Auf den verbleibenden Sparanteil wird der Mindestzins garantiert. Im Bereich der berufsständischen Pflichtversicherung gibt es keinen Garantiezins, sondern einen davon zu unterscheidenden Rechnungszins.
siehe: Rechnungszins
Diese nach den Empfehlungen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (= GDV) gerechnete Performancekennzahl errechnet sich als Quotient aus dem Saldo der Ordentlichen Erträge/Aufwendungen (ohne außerordentliche Abschreibungen auf Wertpapiere und Immobilien) und allgemeinen Verwaltungskosten sowie dem arithmetischen Mittel der Kapitalanlagen.
Generationentafeln unterscheiden – im Gegensatz zu Periodentafeln - bei den biometrischen Werten nicht nur nach Alter, sondern zusätzlich auch nach Geburtsjahrgang. So ist z. B. die voraussichtliche Lebenserwartung eines 60-Jährigen, der 1947 geboren wurde, 88 Jahre, und die Lebenserwartung eines 60-Jährigen, der 1977 geboren wurde, 91 Jahre.
Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mit Sitz in Berlin ist die Dachorganisation der privaten Versicherer in Deutschland. Der GDV bündelt und vertritt die Positionen der deutschen Versicherungswirtschaft und setzt sich für ordnungspolitische Rahmenbedingungen ein, die den Versicherern die optimale Erfüllung ihrer Aufgaben ermöglichen. Zugleich ist der Verband Ansprechpartner für alle die Versicherungswirtschaft betreffenden Fachfragen. Der GDV nimmt branchenrelevante politische und gesellschaftliche Entwicklungen auf und informiert und unterstützt als Dienstleister seine Mitgliedsunternehmen.
Die Bayerische Versorgungskammer erstellt als Geschäftsführungsorgan der von ihr verwalteten Versorgungsanstalten jährlich einen Geschäftsbericht, in dem neben dem Jahresabschluss und dem Lagebericht auch grundlegende Informationen zur Versorgungseinrichtung sowie zur Tätigkeit und Zusammensetzung der Selbstverwaltungsgremien im betreffenden Geschäftsjahr enthalten sind. Das jeweils zuständige Selbstverwaltungsorgan (Landesausschuss oder Verwaltungsrat) beschließt in der Regel im Herbst jeden Jahres über den Lagebericht und den Jahresabschluss des abgelaufenen Geschäftsjahres. Anschließend wird der Geschäftsbericht fertiggestellt. Er ist für alle Mitglieder kostenfrei erhältlich.
Das Versorgungsgesetz regelt die allgemeinen und gemeinsamen Vorschriften aller bei der Bayerischen Versorgungskammer verwalteten Versorgungsanstalten und bestimmt die Aufgaben, Rechte und Pflichten der Organe und die Regeln der Geschäftsführung. Es ist Grundlage der Satzung der Versorgungsanstalten.
Nach dem Mathematiker August Zillmer benanntes Verfahren. Dabei werden bei Versicherungstarifen Abschluss-, Vertriebs- und Provisionskosten mit den ersten gezahlten Beiträgen verrechnet. Dies kann bei Versicherungen in der Anfangszeit zu extrem niedrigen Rückkaufswerten führen und damit bei frühzeitiger Vertragsauflösung oder Kapitalübertragung zu wirtschaftlichen Verlusten des Versicherten. Im Unterschied zu anderen Anbietern betrieblicher Altersversorgung verwendet die BVK-Zusatzversorgung (=> Siehe ZkdbG) weder in der Pflichtversicherung noch in der freiwilligen Versicherung gezillmerte Tarife. Die beschriebenen Nachteile können hier also nicht auftreten.
siehe: Systemumstellung (ZkdbG)
Im Rahmen einer Master-Kapitalanlagengesellschaft stellt der Global Custodian eine zentrale Verwahrungsstelle dar, die es ermöglicht, die in verschiedenen Mandaten und bei verschiedenen Vermögensverwaltern bewirtschafteten Teile eines Kassenvermögens zentralisiert aufzubewahren. Zudem ermöglicht der Global Custodian ein einheitliches Reporting.