Glossar

Ein Dachfonds (engl.: Fund of Funds) ist ein Wertpapierfonds, bei dem nicht in einzelne Wertpapiere, sondern in mindestens fünf verschiedene Wertpapierfonds angelegt wird. Daraus ergibt sich für den Anleger der Vorteil einer größeren Risikostreuung.
Berufsständische Versorgungswerke sind als öffentlich-rechtliche Anstalten dem Datenschutz verpflichtet. Sie erheben, verarbeiten und nutzen zur Erfüllung ihrer gesetzlichen Aufgaben eine Vielzahl von Daten. Dabei sind vor allem personenbezogene Daten in besonderem Maße vor dem Zugriff Unbefugter zu schützen. Den genauen rechtlichen Rahmen gibt das jeweilige Landesdatenschutzgesetz (in Bayern: BayDSG) vor. Zur Gewährleistung eines umfassenden Datenschutzes sind diverse technische und organisatorische Maßnahmen zu treffen und zu beachten (z. B. Zugangskontrolle, Eingabekontrolle, Übermittlungskontrolle u. a.). Über die korrekte Umsetzung der datenschutzrechtlichen Vorgaben wacht in der Bayerischen Versorgungskammer der vom Vorstand bestellte Datenschutzbeauftragte. Er wird unterstützt durch sogenannte Datenschutzverbindungsstellen in den einzelnen Fachbereichen.
In der berufsständischen Versorgung häufig verwendetes Finanzierungsverfahren. Es werden Rentenpunkte vergeben, deren Wert so festgelegt wird, dass die Bilanz ausgeglichen ist (Deckungsplanverfahren). Man spricht von „offen“, wenn in der Berechnung auch zukünftige Beiträge und die hieraus erworbenen Ansprüche berücksichtigt werden. Das Verfahren ist eine Mischform aus Anwartschaftsdeckungsverfahren und Umlageverfahren.
Die Deckungsrückstellung ist eine versicherungstechnische Rückstellung. Sie gibt die Menge des Geldes an, die für die Erfüllung der bereits erworbenen Anwartschaften und der bereits laufenden Rentenzahlungen notwendig ist.
Bei Investmentfonds jene Bank, welche die Fondsbuchhaltung durchführt, Wertpapiere verwahrt sowie die Fondsanteile ausgibt.
Derivate sind Finanzinstrumente, deren Preis oder Wert von einem Basiswert (z. B. von einem Aktienkurs, einem variablen Zinssatz oder einem Rohstoffpreis) abhängt. Insbesondere kann ein Derivat so konstruiert sein, dass sein Wert steigt, wenn der Basiswert sinkt. Deshalb können Derivate als Absicherung gegen Kursschwankungen oder zu Spekulationszwecken (z. B. um Gewinne auch bei fallenden Kursen zu erzeugen) eingesetzt werden. Wichtige Beispiele sind Futures, Optionen und Swaps.
Emissionsrendite öffentlich-rechtlicher Daueremittenten, die von der Deutschen Girozentrale (= DGZ) täglich berechnet und veröffentlicht wird.
Die Deutsche Rentenversicherung bildet seit dem Jahr 2005 das gemeinsame Dach aller Rentenversicherungsträger, die für die gesetzliche Rentenversicherung zuständig sind. Die Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund), mit Sitz in Berlin, ist unter diesem gemeinsamen Dach der größte Träger der Rentenversicherung. In ihr ging die frühere Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA) auf. Daher ist für die Frage der gesetzlichen Rentenversicherung die DRV Bund Ansprechpartner der berufsständisch Versicherten. Daneben gibt es noch zahlreiche weitere (regionale) Rentenversicherungsträger, die im Wesentlichen aus den früheren Landesversicherungsanstalten (LVA) hervorgegangen sind. Mit Aufnahme eines abhängigen Beschäftigungsverhältnisses entsteht die Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung. Von dieser Versicherungspflicht können sich die Mitglieder berufsständischer Versorgungswerke für ihre berufsspezifische Beschäftigung zugunsten des Versorgungswerks befreien lassen.
siehe: Befreiung von der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht
Der Deutsche Immobilien-Index (DIX) veranschaulicht die Performance-Entwicklung des deutschen Immobilienmarktes. Er liefert der Anlagebranche und Immobilienwirtschaft eine Beurteilungsgrundlage für Investitionsentscheidungen
An die Aktionäre ausgeschütteter Gewinn einer Aktiengesellschaft, wird pro Aktie gezahlt.
Analyse- und Prüfverfahren zur Untersuchung der wirtschaftlichen, technischen, steuerlichen und rechtlichen Fragestellungen einer Objekt-Akquisition.
Unter Duration versteht man die mittlere Kapitalbindungsdauer von Anleihen. Die Duration ist ein Maß für das Zinsänderungsrisiko. Sie gibt die Zeitspanne in Jahren an. Je kürzer die Duration, desto weniger reagiert die Anleihe auf Zinsänderungen. Modified Duration zeigt die zu erwartende prozentuale Kursänderung einer Anleihe auf eine Veränderung des Marktzinses um 1 %. Sie stellt somit eine Art von Elastizität des Anleihekurses vom Marktzinssatz dar.
Die DVVersoG, die vom Bayerischen Staatsministerium des Innern erlassen wird, enthält zahlreiche Detailregelungen, die die gesetzlichen Vorgaben konkretisieren. Die DVVersoG hat daher praktisch eine ebenso große Bedeutung wie das VersoG, da hierin die Art und Weise geregelt wird, wie die rechtlichen Vorgaben umzusetzen sind.
Eine Dynamisierung ist eine weder auf Beitragszahlung noch auf Satzungsänderung (z. B. Strukturanpassungen) beruhende Erhöhung der bislang erworbenen Anwartschaften und/oder des Ruhegeldes (Alters-, Berufsunfähigkeits-, Hinterbliebenenrente). Über eine Anhebung entscheidet der Landesausschuss in Abhängigkeit von der wirtschaftlichen Lage und des als Dynamisierungspotenzial zur Verfügung stehenden Überschusses. Die Dynamisierung erfolgt im Regelfall einmal jährlich mit Wirkung zum 1. Januar des Folgejahres in Höhe eines Prozentsatzes vom Versorgungsanrecht.